28.6.

Raoul Schrott

liest aus seinem neuen Gedichtband »Inventur des Sommers«

Was ist das Abwesende? Und was ist dann umgekehrt das Anwesende? Diesen Fragen nähert sich der Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Raoul Schrott in seinem Gedichtband »Inventur des Sommers« (Hanser) aus verschiedenen Perspektiven. So ist das Abwesende zunächst »bloß eine Frage menschlicher Beschränkung«. Etymologisch betrachtet ist es etwas, »was wir gerade nicht vor uns sehen.« Ebenso ist abwesend und gleichzeitig präsent auch all das, »was sich in diesem Buch befindet«. Tiefgreifend setzt Schrott sich weiter damit auseinander, was sich in Fortgegangenem und Verlorenem bewahrt und was niemals wirklich anwesend sein kann. In seinen Gedankengedichten erkundet er, wie sehr unser Denken, Handeln und Fühlen vom Absenten geprägt ist und ob es die Poesie vermag, das Verlorengegangene wiederzubringen.

Kunstvoll, klug und sinnlich rückt dieser zwischen Essay und Lyrik mäandernde Band ein buntes Kaleidoskop jener zersprungenen Momente vor Augen, die unser Leben ausmachen – ob zu Hause, im Zeitgeschehen oder auf einer Reise zu den Kultstätten der Musen, ob in wahren Geschichten, Totenreden oder Jubelfeiern.

Raoul Schrott, 1964 in Tirol geboren, Komparatist und Autor, schreibt Romane, Gedichte sowie Essays und übersetzte antike Texte. Für sein vielseitiges literarisches Schaffen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. 2023 hat er die Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik in Wien inne.

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Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.
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Informationen
Datum
Mittwoch, 28.6.2023
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,– / 8,– / Streaming € 6,–
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Eintritt:
12,– / 8,– / Streaming € 6,–
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