Angst – Eine dreiteilige Diskussionsreihe (2) – im Livestream
Lesung und Diskussion mit Roman Ehrlich und Annette Pehnt
Es ist mit Händen zu greifen: Nicht nur in der westlichen Welt dominieren in den letzten Jahren Analysen, die wenig Zuversicht verbreiten. Kaum jemand wagt es mehr, Utopien für ein besseres Zusammenleben zu entwerfen. Die befürchteten Auswirkungen des Klimawandels, die Spaltung vieler Gesellschaften, das Erstarken autokratischer Regierungsformen und nicht zuletzt die Corona-Pandemie haben es zugespitzt: Sorge und Angst sind zu Leitbegriffen unserer Gesellschaft geworden.
Warum sorgen wir uns? Für wen tragen wir Sorge? Wovor fürchten wir uns? Wer nimmt uns die Angst? Und nicht zuletzt: Wo bleibt in diesen Szenarien Platz für die Hoffnung? Was die Philosophie, die Theologie, die Soziologe, die Psychiatrie und die Literatur dazu zu sagen haben, wie diese die Begriffe Sorge, Angst und Hoffnung herleiten und definieren und welche Folgerungen für die Gesellschaft der Zukunft abzusehen sind – darüber soll an drei Abenden debattiert werden, mit namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, mit Autorinnen und Autoren.
Der zweite Abend widmet sich dem Thema Angst. Es lesen und diskutieren Roman Ehrlich, der in seinem Roman »Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens« Angst als Lebensgefühl unserer Zeit beschreibt und sich in seinem jüngsten Buch »Malé« mit der Klimakatastrophe literarisch auseinandersetzt, und Annette Pehnt, die mit ihrem »Lexikon der Angst« die verschiedenen Facetten von Angst in kurzen Prosatexten ausbuchstabiert.
Moderation: Ulrich Kühn
Die Reihe wurde gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V., Kulturpartner NDR Kultur
Mittwoch, 17.2.2021
19.30 Uhr
€ 5,–/Streamingabonnement € 12,–
Literaturhaus