16.6.

Kirsten-Boie-Preis

Verleihung des ersten Kirsten-Boie-Preises der Hamburger Literaturstiftung an Julia Blesken

Die Hamburger Autorin und Ehrenbürgerin Kirsten Boie fordert mit der von ihr 2018 initiierten Hamburger Erklärung: »Jedes Kind muss lesen lernen!« Die Hamburger Literaturstiftung, das Literaturhaus Hamburg, der Carlsen Verlag und der Verlag Friedrich Oetinger fühlen sich dem Engagement der Autorin verbunden und möchten mit dem neuen Kirsten-Boie-Preis ebenfalls einen Beitrag für die Kinderliteratur leisten. Mit dieser Auszeichnung wird das beste unveröffentlichte deutschsprachige Kinderbuch prämiert – dotiert mit 5.000 Euro und einem Verlagsvertrag in diesem Jahr bei Oetinger.

In der festen Überzeugung, dass Spaß am Lesen die beste Leseförderung ist, setzt sich der Kirsten-Boie-Preis zum Ziel, Texte zu entdecken, die aufrütteln, unterhalten, zum Weinen und zum Lachen bringen, kleine Welten beschreiben oder das große Abenteuer suchen. Die Resonanz war enorm. Über 650 Manuskripte aus dem deutschsprachigen Raum wurden eingeschickt.

Die Jury – die Journalistin Ute Wegmann (Deutschlandfunk) und der Journalist Tilman Spreckelsen (Frankfurter Allgemeine Zeitung), die Hamburger Buchhändlerin Christiane Hoffmeister, die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Annette Pehnt und der ehemalige Kinderbuchverleger Klaus Humann – hat sich das Kinderbuch-Manuskript »Auf dem Weg nach Kolomoro« der Berliner Autorin Julia Blesken entschieden. Julia Blesken, geboren 1976 in Berlin, studierte Geschichtswissenschaft. 2009 erschien ihr Debütroman »Ich bin ein Rudel Wölfe« im Verlag Jung und Jung.

Aus der Jurybegründung: »Ein Roadtrip durch eine Stadt, die allmählich Konturen annimmt und ständig neue Facetten aufblitzen lässt, fünf Kinder, die plötzlich zu sechst sind und unterschiedlicher kaum sein könnten, und schließlich eine Aufgabe, die der rasanten Reise trotz aller Abwege immer wieder eine Richtung gibt: Das Mädchen Jennifer hatte ihrem Großvater versprochen, seine Asche dort zu verstreuen, wo er sich im Leben am wohlsten gefühlt hatte, in seiner Gartenkolonie. Die Autorin Julia Blesken entwirft ihre Figuren liebevoll und entlässt sie dann ins Leben, um zu beobachten, wie sie damit klarkommen – ein literarisches Verfahren, das sich aufs schönste bewährt.«

Den Förderpreis der Stiftung erhält die Bonner Autorin Rebecca Elbs für ihren Text »Leo & Lucy«. Er ist mit einem Lektoratsstipendium verbunden, das ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1.000 Euro umfasst. Rebecca Elbs, 1975 geboren, wuchs am Bodensee auf. Nach mehreren Auslandsaufenthalten, Theaterarbeiten und einem Regie-Studium, arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin für Deutsch und Englisch.

An der Preisverleihung wird Kirsten Boie teilnehmen, und Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, spricht ein Grußwort.

Teilen
Informationen
Datum
Dienstag, 16.6.2020
Zeit
18.30 Uhr
Eintritt
frei
Ort
Literaturhaus

nächste Termine

Miriam Holzapfel © Gunter Glücklich
25.9.
ab 18
Datum:
25.9.2020
Zeit:
ab 10
Uhr
Eintritt:
210,–
Ort:
Literaturhaus
Lisz Hirn © Nikolai Friedrich
18.11.
Datum:
18.11.2020
Zeit:
19.00
Uhr
Eintritt:
14,–/10,–
Ort:
Literaturhaus