7.11.

Gebundenes Leben: Unser Europa – Was ist das? (4)

Kein Ende der Geschichte – Nora Bossong und Jáchym Topol im Gespräch

Als im Herbst 1989 der Eiserne Vorhang fiel, der Europa über vier Jahrzehnte geteilt hatte, waren die Hoffnungen groß. Annäherung statt Konfrontation, soziale Marktwirtschaft statt Fünfjahrespläne, Freiheit und Demokratie statt Mauern und Diktatur. Dies alles sollten die Bausteine für ein geeintes Europa sein, das selbstbewusst seinen Platz auf der internationalen Bühne finden würde. Doch heute, 30 Jahre später, sieht die Realität anders aus. Wie steht es um Europa und um das »Ende der Geschichte«, das vor drei Jahrzehnten ausgerufen wurde? Welche gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen entstehen für Europa aus Globalisierung und interessengeleiteter Machtpolitik? Was bedeuten Werte wie Gerechtigkeit, Verantwortung und Frieden heute und wer sollte sie verteidigen?

Diese Fragen beschäftigen die deutsche Schriftstellerin Nora Bossong in ihrem Roman »Schutzzone« (Suhrkamp) ebenso wie den tschechischen Autor Jáchym Topol in seinem literarischen Roadtrip »Ein empfindsamer Mensch« (Suhrkamp; Übersetzung: Eva Profousová). Mit analytischer Präzision und großer sprachlicher Virtuosität halten beide Politik und Gesellschaft den Spiegel vor und regen damit zum Nachdenken darüber an, in welcher Welt wir leben wollen.

Moderation: Gabriele Woidelko
Deutsche Lesung: Marta Dittrich

Eine gemeinsame Reihe der Körber-Stiftung und des Literaturhauses Hamburg

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Informationen
Datum
Donnerstag, 7.11.2019
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,–
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Uhr
Eintritt:
12,–/8,–
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Literaturhaus
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Zeit:
19.30
Uhr
Eintritt:
12,–/8,–
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Zeit:
19.30
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Eintritt:
12,–/8,–
Ort:
Literaturhaus