15.3.

Preis der Literaturhäuser 2020 – Im Livestream

Marlene Streeruwitz wird ausgezeichnet

Der Preis der Literaturhäuser 2020 wurde der österreichischen Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz zugesprochen. Verbunden mit dem Preis ist traditionell eine Lesereise durch die Häuser des Netzwerkes. Pandemie bedingt konnte diese Lesereise nicht stattfinden, ebenso wenig die offizielle Preisvergabe auf der Leipziger Buchmesse. Nun wird die Preisvergabe bei einem Abend im Literaturhaus Wien nachgeholt, die Mitglieder des Netzwerkes übernehmen den Livestream der Veranstaltung ohne Publikum.

In Baden bei Wien geboren, studierte Marlene Streeruwitz Slawistik und Kunstgeschichte und arbeitete zunächst als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. 1996 erschien ihr erster Roman, »Verführungen«, für den sie u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter »Nachwelt« (1999), »Die Schmerzmacherin« (2011), »Nachkommen« (2014) und 2019 »Flammenwand«, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. Ihre neueste Veröffentlichung: »So sind wir geworden. Der Covid-19-Roman« (2020).

Marlene Streeruwitz stellt mit ihrem vielseitigen Werk eine außerordentlich wichtige und politisch profilierte Stimme in der deutschsprachigen Literatur dar. Sie wagt sich damit immer mitten hinein in die Krisen unserer Gegenwart. An ihren zwischen zornigen Befreiungsversuchen und Selbstverlust changierenden Frauenfiguren spielt Streeruwitz verschiedenste Möglichkeiten durch, die mehr oder weniger subtilen Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften literarisch erfahrbar zu machen.

Der Preis der Literaturhäuser zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht haben. Frühere Preisträger sind Nicolas Mahler (2015), Ulf Stolterfoht (2016), Terézia Mora (2017) und Antje Rávik Strubel (2019).

Grußwort: Robert Huez (Literaturhaus Wien)
Grußwort: Hauke Hückstädt (Sprecher Netzwerk der Literaturhäuser, Leiter Literaturhaus Frankfurt)
Laudatio: Daniela Strigl (Literaturkritikerin, Universität Wien)
Gespräch mit der Autorin: Stefan Gmünder (Literaturkritiker, »Der Standard«, »Volltext«)

Ein Projekt des Netzwerks der Literaturhäuser, Kulturpartner ARTE

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Informationen
Datum
Montag, 15.3.2021
Zeit
19.00 Uhr
Eintritt
Eintritt frei
Ort
online / Literaturhaus Wien

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