16.5.

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Dmitrij Kapitelman liest aus seinem Buch »Eine Formalie in Kiew« und spricht über die aktuelle Situation in der Ukraine

1994, im Alter von acht Jahren, kommt Dmitrij Kapitelman mit seiner Familie als jüdischer »Kontingentflüchtling« aus der Ukraine nach Deutschland. Ein Vierteljahrhundert später beschließt er, endlich die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen: »Zeit, den offiziellen deutschen Stempel zu holen, den mir die Jahre längst aufgedrückt hatten.« Um Deutscher zu werden, bedarf es allerdings eines ukrainischen Stempels und einer Reise zurück in die Stadt, in der alles begann. 

In dem Anfang 2021 erschienenen Buch »Eine Formalie in Kiew« (Hanser Berlin) erzählt Kapitelman von einer Reise nach Kiew, von Kindheitserinnerungen, Damals-Eltern, Migration und seinem ausgeprägten »Kiew-Komplex«, vom Nicht-Beherrschen der ukrainischen Sprache (weil zu Hause nur Russisch gesprochen wurde), von der Erkundung der eigenen Identität, von Korruption und Doch-nicht-Korruption, von der »postsowjetischen Staatssäure«, vom »Komikerpräsidenten« und vom Krieg, der (schon) seit 2014 in der Ostukraine herrscht. 

Dmitrij Kapitelman liest aus seinem Buch, das auf dramatischste Weise von der Realität überholt wurde, und spricht mit den Schülerinnen und Schülern über die durch den zerstörerischen russischen Angriffskrieg veränderte Lage in der Ukraine.

Mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Literaturstiftung

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Informationen
ab 14
Datum
Montag, 16.5.2022
Zeit
10.00 Uhr
Eintritt
frei
Ort
Literaturhaus
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Eintritt:
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Literaturhaus
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Eintritt:
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Eintritt:
Für Schulklassen Eintritt frei
Ort:
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