Shida Bazyar
»Wenn wir es gewusst hätten, was hätte es geändert?« – Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich 90 Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. »Die Lücken« (Kiepenheuer & Witsch) führt uns durch die Jahrzehnte und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Es ist »ein magisches Knäuel aus Zeiten und Figuren, die Shida Bazyar so klug, so raffiniert übereinanderlegt und ineinander verwickelt, bis wir als Lesende mittendrin stecken«, meint ihre Kollegin Lena Gorelik. Dieser gewichtige Roman bleibt nah bei den Menschen, ihren Emotionen und Antrieben und legt radikal die ungesühnte NS-Vergangenheit unter der postmigrantischen Gegenwart frei. Nennen wir ihn Heimatroman?
Shida Bazyars gefeiertes Debüt »Nachts ist es leise in Teheran« stand 2026 auf der Shortlist des International Booker Prize. »Drei Kameradinnen« war 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde für das Theater adaptiert und kürzlich verfilmt.
Moderation: Lara Sielmann
»Wenn wir es gewusst hätten, was hätte es geändert?« – Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich 90 Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. »Die Lücken« (Kiepenheuer & Witsch) führt uns durch die Jahrzehnte und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Es ist »ein magisches Knäuel aus Zeiten und Figuren, die Shida Bazyar so klug, so raffiniert übereinanderlegt und ineinander verwickelt, bis wir als Lesende mittendrin stecken«, meint ihre Kollegin Lena Gorelik. Dieser gewichtige Roman bleibt nah bei den Menschen, ihren Emotionen und Antrieben und legt radikal die ungesühnte NS-Vergangenheit unter der postmigrantischen Gegenwart frei. Nennen wir ihn Heimatroman?
Shida Bazyars gefeiertes Debüt »Nachts ist es leise in Teheran« stand 2026 auf der Shortlist des International Booker Prize. »Drei Kameradinnen« war 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde für das Theater adaptiert und kürzlich verfilmt.
Moderation: Lara Sielmann
- Ticketinformationen
- Tickets sind ab 15.8. an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, auf literaturhaus-hamburg.reservix.de, bei der kostenfreien Hotline T 0761.88 84 99 99 und in der Buchhandlung im Literaturhaus erhältlich. Mitglieder des Literaturhaus-Vereins können bereits ab 10.8. ihre Karten – ohne Vorverkaufsgebühren – unter T 040.22 70 20 11 oder per E-Mail an tickets@literaturhaus-hamburg.de verbindlich bestellen.
- Livestreamabonnement
- Nutzen Sie das Streamingabonnement im September für € 50,– bzw. zum Mitgliedspreis von € 45,– für zehn Termine: Longlist-Abend, Eva Menasse, Maggie O’Farrell, Gesprächsbedarf, Mandy Mangler & Esther Kogelboom, Philosophisches Café, Radka Denemarková, Shida Bazyar, Jaroslav Rudiš, Elias Hirschl. Um alle Veranstaltungen sehen zu können, schließen Sie den Abokauf bitte bis zum 1.9. um 17.30 Uhr ab.Livestreamabonnement kaufen

