Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann
»Wenn ich sie hier und da sehen tät, hätt ich mehr davon als von meinen sämtlichen Herren«
Ingeborg Bachmann wird immer wieder durch ihre Liebesbeziehungen mit männlichen Kollegen betrachtet – an diesem Abend soll es um ihre Freundschaften mit Kolleginnen gehen. Insbesondere Ilse Aichinger und Marie Luise Kaschnitz waren für Bachmann wichtige Gegenüber. »Ich muss hier und da reden können, ich muss das Äusserliche an einem Projekt loswerden«, schrieb sie an Hans Werner Henze, »und ich hab meistens niemand gehabt, hier und da war aber doch jemand da, die Ilse, die Kaschnitz.« Aichinger hat ihren Roman »Die größere Hoffnung« bereits geschrieben, als die beiden sich 1947 in Wien kennenlernen, Bachmann studiert noch. Anfang der 1950er-Jahre werden beide als die einzigen jungen Frauen zu den Treffen der Gruppe 47 eingeladen. Der Briefwechsel mit Marie Luise Kaschnitz beginnt Mitte der 50er-Jahre, ein Austausch über die Möglichkeiten, sich auf dem literarischen Markt als Autorinnen zu behaupten und während des Wettrüstens und des Kalten Kriegs eine poetische Sprache zu finden.
Die Autorinnen Katharina Hagena und Nicole Seifert machen sich im Gespräch ein Bild dieser Frauen und ihrer Freundschaften. Die Schauspielerin Christiane von Poelnitz liest ausgewählte Passagen.
Danach zeigen wir das Filmporträt »Ingeborg Bachmann – Dichten für die Wahrheit« von Barbara Frank (ARTE/ORF 2026, 52 Min); Ausstrahlung auf ARTE am 24.6., 22.55 Uhr, online auf arte.tv ab 17.6.
»Wenn ich sie hier und da sehen tät, hätt ich mehr davon als von meinen sämtlichen Herren«
Ingeborg Bachmann wird immer wieder durch ihre Liebesbeziehungen mit männlichen Kollegen betrachtet – an diesem Abend soll es um ihre Freundschaften mit Kolleginnen gehen. Insbesondere Ilse Aichinger und Marie Luise Kaschnitz waren für Bachmann wichtige Gegenüber. »Ich muss hier und da reden können, ich muss das Äusserliche an einem Projekt loswerden«, schrieb sie an Hans Werner Henze, »und ich hab meistens niemand gehabt, hier und da war aber doch jemand da, die Ilse, die Kaschnitz.« Aichinger hat ihren Roman »Die größere Hoffnung« bereits geschrieben, als die beiden sich 1947 in Wien kennenlernen, Bachmann studiert noch. Anfang der 1950er-Jahre werden beide als die einzigen jungen Frauen zu den Treffen der Gruppe 47 eingeladen. Der Briefwechsel mit Marie Luise Kaschnitz beginnt Mitte der 50er-Jahre, ein Austausch über die Möglichkeiten, sich auf dem literarischen Markt als Autorinnen zu behaupten und während des Wettrüstens und des Kalten Kriegs eine poetische Sprache zu finden.
Die Autorinnen Katharina Hagena und Nicole Seifert machen sich im Gespräch ein Bild dieser Frauen und ihrer Freundschaften. Die Schauspielerin Christiane von Poelnitz liest ausgewählte Passagen.
Danach zeigen wir das Filmporträt »Ingeborg Bachmann – Dichten für die Wahrheit« von Barbara Frank (ARTE/ORF 2026, 52 Min); Ausstrahlung auf ARTE am 24.6., 22.55 Uhr, online auf arte.tv ab 17.6.
- Ticketinformationen
- Tickets sind ab 15.5. an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, in unserem Onlineshop, bei der kostenfreien Hotline T 0761.88 84 99 99 und in der Buchhandlung im Literaturhaus erhältlich. Mitglieder des Literaturhaus-Vereins können bereits ab 11.5. ihre Karten – ohne Vorverkaufsgebühren – unter T 040.22 70 20 11 oder per E-Mail an tickets@literaturhaus-hamburg.de verbindlich bestellen.
- Livestreamabonnement
- Nutzen Sie das Streamingabonnement im Sommer für € 45,– bzw. zum Mitgliedspreis von € 40,– für neun Termine: Heike Geißler, Anne Berest, Ella Carina Werner, Nino Haratischwili & Übersetzerinnen, Philosophisches Café, Ukrainische Bibliothek, Ingeborg-Bachmann-Abend, Simone Buchholz und Gemischtes Doppel. Um alle Veranstaltungen sehen zu können, schließen Sie das Abo bitte bis zum 2. 6. um 19.30 Uhr ab.



