Schleswig-Holstein-Musikfestival I. + II.
“So wie sich Apparate in Geister, Körper in Buchstaben verwandeln, so verwandeln sich auch bei ihr Dinge in Lebewesen. Jede Benennung stellt in ihren Texten den Akt einer Schöpfung aus der Sprache dar. Insofern ist die Literatur Yoko Tawadas ‘poiesis’ im ersten Sinn dieses Wortes.” Diese Bemerkung von Sigrid Weigel anlässlich der Verleihung des Chamisso-Preises 1996 an Yoko Tawada apostrophiert die subtilen literarischen Qualitäten der 1960 in Tokio geborenen Schriftstellerin. Bereits mit zwölf Jahren schreibt sie ihren ersten Roman und beginnt in Japan mit dem Studium der Literaturwissenschaft. Seit 1982 wohnt sie in Hamburg und studiert dort Literaturwissenschaft. Ihre erste Buchveröffentlichung erscheint 1987 in Deutschland, 1992 in Japan. 1993 erhält sie den “Akutagawa-Shô”, den angesehensten japanischen Literaturpreis. Sie schreibt in deutscher und japanischer Sprache – Essays, Prosa und Lyrik. In ihrem musik-literarischen Abend im Literaturhaus Hamburg verbindet sie unter dem Motto “Nur da wo du bist da ist nichts” ihre intime Lyrik mit dem konzentrierten Klang des Solocellos.
Yoko Tawadas Partner Jens Peter Maintz, 1. Preisträger des ARD-Wettbewerbs von 1994 und einer der führenden Cellisten seiner Generation, wird die Gedichte der Künstlerin musikalisch flankieren mit exponierten japanischen und europäischen Kompositionen für Violoncello solo.
schleswig-holstein musik festival II
“Scherben vom Glück – oder: Wie Japaner das Leben genießen”
Lyrik und Prosa von Ôe, Murakami, Uno und Itô mit Musik von Schumann, Debussy, Beethoven, Takemitsu u.a.
Irmela Hijiya-Kirschnereit: Rezitation, Matthias Kirschnereit: Klavier
Westliche Musik? Japanische Musik? Die Trennlinien verschwimmen zunehmend. Gehört Beethoven, dessen “Neunte” in Japan das neue Jahr einläutet und dessen “Für Elise” dort als beliebteste Telefonmusik täglich Millionen Mal durch den Hörer dudelt, nicht genauso zu Japan wie zu Europa? Der Schwerpunkt Japan beim diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festival gibt Gelegenheit, japanisches Lebensgefühl und japanische Befindlichkeiten anhand von Textausschnitten moderner Autoren kennen zu lernen. In nachdenklichen und witzigen, in poetischen und ironischen Passagen kommen international bekannte Schriftsteller und Dichterinnen von Kenzaburô Ôe bis Haruki Murakami oder von Chiyo Uno bis Hiromi Itô zu Wort, eingeführt und gelesen von Irmela Hijiya-Kirschnereit. Matthias Kirschnereit wird den musikalischen Rahmen von Robert Schumann bis Claude Debussy und von Ludwig van Beethoven bis Tôru Takemitsu spannen.
“So wie sich Apparate in Geister, Körper in Buchstaben verwandeln, so verwandeln sich auch bei ihr Dinge in Lebewesen. Jede Benennung stellt in ihren Texten den Akt einer Schöpfung aus der Sprache dar. Insofern ist die Literatur Yoko Tawadas ‘poiesis’ im ersten Sinn dieses Wortes.” Diese Bemerkung von Sigrid Weigel anlässlich der Verleihung des Chamisso-Preises 1996 an Yoko Tawada apostrophiert die subtilen literarischen Qualitäten der 1960 in Tokio geborenen Schriftstellerin. Bereits mit zwölf Jahren schreibt sie ihren ersten Roman und beginnt in Japan mit dem Studium der Literaturwissenschaft. Seit 1982 wohnt sie in Hamburg und studiert dort Literaturwissenschaft. Ihre erste Buchveröffentlichung erscheint 1987 in Deutschland, 1992 in Japan. 1993 erhält sie den “Akutagawa-Shô”, den angesehensten japanischen Literaturpreis. Sie schreibt in deutscher und japanischer Sprache – Essays, Prosa und Lyrik. In ihrem musik-literarischen Abend im Literaturhaus Hamburg verbindet sie unter dem Motto “Nur da wo du bist da ist nichts” ihre intime Lyrik mit dem konzentrierten Klang des Solocellos.
Yoko Tawadas Partner Jens Peter Maintz, 1. Preisträger des ARD-Wettbewerbs von 1994 und einer der führenden Cellisten seiner Generation, wird die Gedichte der Künstlerin musikalisch flankieren mit exponierten japanischen und europäischen Kompositionen für Violoncello solo.
schleswig-holstein musik festival II
“Scherben vom Glück – oder: Wie Japaner das Leben genießen”
Lyrik und Prosa von Ôe, Murakami, Uno und Itô mit Musik von Schumann, Debussy, Beethoven, Takemitsu u.a.
Irmela Hijiya-Kirschnereit: Rezitation, Matthias Kirschnereit: Klavier
Westliche Musik? Japanische Musik? Die Trennlinien verschwimmen zunehmend. Gehört Beethoven, dessen “Neunte” in Japan das neue Jahr einläutet und dessen “Für Elise” dort als beliebteste Telefonmusik täglich Millionen Mal durch den Hörer dudelt, nicht genauso zu Japan wie zu Europa? Der Schwerpunkt Japan beim diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festival gibt Gelegenheit, japanisches Lebensgefühl und japanische Befindlichkeiten anhand von Textausschnitten moderner Autoren kennen zu lernen. In nachdenklichen und witzigen, in poetischen und ironischen Passagen kommen international bekannte Schriftsteller und Dichterinnen von Kenzaburô Ôe bis Haruki Murakami oder von Chiyo Uno bis Hiromi Itô zu Wort, eingeführt und gelesen von Irmela Hijiya-Kirschnereit. Matthias Kirschnereit wird den musikalischen Rahmen von Robert Schumann bis Claude Debussy und von Ludwig van Beethoven bis Tôru Takemitsu spannen.