Pascale Hugues
»Ich will nicht, dass du verschwindest, ohne Spuren zu hinterlassen.« Dieser Satz steht am Anfang von Pascale Hugues’ Buch und trägt es bis zum Ende.
Die französische Autorin unternimmt in »So voller Leben« (Rowohlt; Übersetzung: Claudia Steinitz) den ebenso zärtlichen wie riskanten Versuch, die eigene Mutter dem Verschwinden zu entreißen. Dabei stößt sie auf ein Geflecht aus Erinnerung, Schweigen und schmerzhaften Leerstellen. Geschrieben ist das Buch in direkter Anrede – in einem beharrlichen, suchenden »Du«, das Nähe herstellt und zugleich die Distanz zum verlorenen Gegenüber sichtbar macht. So entsteht das Porträt einer Frau, die zwischen Lebenslust und Depression schwankt, zwischen politischem Aufbruch und innerem Rückzug: bipolar. Die Krankheit bleibt lange namenlos, umkreist von Andeutungen, Beschwichtigungen und familiären Strategien des Verschweigens: »Maman ist in einen Spiegel gefallen.« Was nicht ausgesprochen wird, prägt sich umso tiefer ein – und wirkt fort, auch dort, wo Sprache fehlt.
Pascale Hugues, geboren in Straßburg, lebt als Autorin und Journalistin in Berlin. Sie schreibt etwa für »Le Point« und hat mehrere vielbeachtete Bücher über deutsch-französische Geschichte und Gegenwart veröffentlicht, zum Beispiel »Marthe und Mathilde«, eine eindringliche Annäherung an zwei miteinander verwobene Großmütterleben.
Moderation: Iris Radisch
»Ich will nicht, dass du verschwindest, ohne Spuren zu hinterlassen.« Dieser Satz steht am Anfang von Pascale Hugues’ Buch und trägt es bis zum Ende.
Die französische Autorin unternimmt in »So voller Leben« (Rowohlt; Übersetzung: Claudia Steinitz) den ebenso zärtlichen wie riskanten Versuch, die eigene Mutter dem Verschwinden zu entreißen. Dabei stößt sie auf ein Geflecht aus Erinnerung, Schweigen und schmerzhaften Leerstellen. Geschrieben ist das Buch in direkter Anrede – in einem beharrlichen, suchenden »Du«, das Nähe herstellt und zugleich die Distanz zum verlorenen Gegenüber sichtbar macht. So entsteht das Porträt einer Frau, die zwischen Lebenslust und Depression schwankt, zwischen politischem Aufbruch und innerem Rückzug: bipolar. Die Krankheit bleibt lange namenlos, umkreist von Andeutungen, Beschwichtigungen und familiären Strategien des Verschweigens: »Maman ist in einen Spiegel gefallen.« Was nicht ausgesprochen wird, prägt sich umso tiefer ein – und wirkt fort, auch dort, wo Sprache fehlt.
Pascale Hugues, geboren in Straßburg, lebt als Autorin und Journalistin in Berlin. Sie schreibt etwa für »Le Point« und hat mehrere vielbeachtete Bücher über deutsch-französische Geschichte und Gegenwart veröffentlicht, zum Beispiel »Marthe und Mathilde«, eine eindringliche Annäherung an zwei miteinander verwobene Großmütterleben.
Moderation: Iris Radisch
- Ticketinformationen
- Tickets sind ab 14. 3. an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, auf literaturhaus-hamburg.reservix.de, bei der kostenfreien Hotline T 0761.88 84 99 99 und in der Buchhandlung im Literaturhaus erhältlich. Vorkaufsrecht für Mitglieder: Mitglieder des Literaturhaus-Vereins können bereits ab 10. 3. ihre Karten – ohne Vorverkaufsgebühren – unter T 040.22 70 20 11 oder per E-Mail an tickets@literaturhaus-hamburg.de verbindlich bestellen.
- Livestreamabonnement
- Nutzen Sie das Streamingabonnement im April für € 40,– bzw. zum Mitgliedspreis von € 35,– für acht Termine: Kinderliteratur, Heldinnen der Meere, Literarisch solidarisch, Mirjam Zadoff & Gabriele von Arnim, Pascale Hugues, Philosophisches Café, Iryna Fingerova & Matthias Nawrat und Hamza Abu Howidy. Das Abo ist bis zum 1. 4. um 19.30 Uhr buchbar.Livestreamabonnement kaufen
