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Anna Ladurner © Minitta Kandlbauer
20. Mai 2026

4. Kirsten-Boie-Preis

Anna Ladurner wird mit dem 4. Kirsten-Boie-Preis der Hamburger Literaturstiftung ausgezeichnet. Das Förderstipendium erhält Stefan Fischer. Die öffentliche Preisverleihung findet am 9. Juni im Literaturhaus Hamburg statt.

Die österreichische Autorin Anna Ladurner wird für ihr Kinderbuchprojekt »Strumpf und Kohle« mit dem Kirsten-Boie-Preis 2026 ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung mit freundlicher Unterstützung der Bodo Röhr Stiftung und in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg, den Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Friedrich Oetinger in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Neben der Preissumme erhält Anna Ladurner einen Verlagsvertrag für das ausgezeichnete Manuskript. Das Buch wird im Carlsen Verlag erscheinen.

Das Förderstipendium des Kirsten-Boie-Preises 2026 erhält Stefan Fischer für das Kinderbuch-Manuskript »Das Erbe der Sternenläuferin«. Mit dem Stipendium ist ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1.000 Euro verbunden.

Die Jury des Kirsten-Boie-Preises wählte die Siegertitel aus über 500 eingereichten Manuskripten.

»Strumpf und Kohle«

Rasant und humorvoll erzählt Anna Ladurner von einer Wiener Familie unter starkem finanziellem Druck, von einem aberwitzigen Plan, von Streit um Geld, Rollenbilder und gesellschaftliche Gerechtigkeit – und davon, bei aller Überforderung und Unvollkommenheit als Familie liebevoll zusammenzuhalten.

Anna Ladurner, geboren 1975 in Innsbruck, lehrt autobiografisches, expressives, wissenschaftliches und berufliches Schreiben in Wien.

»Das Erbe der Sternenläuferin«

Ein Ort, der auf keiner Karte verzeichnet ist (nicht einmal bei Google Maps), ist das Ziel der Protagonist*innen von Stefan Fischer. Ein altes Notizbuch leitet die beiden Kinder auf ihrer Expedition, auf der Fantasien und Wissenschaft, Gegenwart und Vorgeschichte, Neugier und Freundschaft sich mischen und durchkreuzen und an deren Ziel etwas ganz und gar Ungewöhnliches zu leuchten beginnt.

Stefan Fischer, 1965 in Ludwigsburg geboren, ist Innovations- und Transfermanager an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Zürich.

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Stefan Fischer © privat

Mitglieder der Jury sind die Buchhändlerin Nicole Christiansen, die Illustratorin und Autorin Regina Kehn, die Literaturkritiker Michael Schmitt und Tilman Spreckelsen und der ehemalige Kinderbuchverleger Klaus Humann.

Der Kirsten-Boie-Preis zeichnet alle zwei Jahre das beste unveröffentlichte Kinderbuch einer deutschsprachigen Autorin bzw. eines deutschsprachigen Autors für die Zielgruppe der 8- bis 11-Jährigen aus. Über das Preisgeld hinaus geht die Auszeichnung mit einem Verlagsvertrag einher.  Neben dem Preis verleiht die Jury ein Lektoratsstipendium für einen besonders förderungswürdigen Text.

Bisherige Preisträgerinnen Kirsten-Boie-Preis und Förderstipendien

  • 2020: Julia Blesken, »Mission Kolomoro« (Oetinger) und Rebecca Elbs, »Leo & Lucy« (Carlsen Verlag)
  • 2022: Uticha Marmon, »Frieda und Nikki und die Grenzkuh« (Carlsen Verlag) und Tanja Schwarze, »Die Stunde des Ogers«
  • 2024: Sabrina Schmohl, »Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister« (Oetinger) und Wiebke Strank, »Wolkenhoch« (Gerstenberg)

 

Die Preisverleihung findet am Dienstag,  den 9. Juni 2026 um 19.00 Uhr im Literaturhaus Hamburg statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht per Mail an service@literaturhaus-hamburg.de.