Di 20.10.
19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg
€ 14,–/10,–
€ 6,–

Martina Hefter

liest aus ihrem neuen Roman »Nach der Sonne schauen«

Kein Mensch ist eine Insel. Dennoch zieht sich Installationskünstlerin Iona Bartschok, die – ganz nebenbei gesagt – wie die Friedhofsinsel schottischer Könige heißt, in die Einsamkeit zurück. Einsamkeit bedeutet in diesem Fall eine alte Industriehalle in der ehemaligen Tagebauregion um Leipzig, passend zu ihrem neuen Kunstprojekt über die Landschaft in fünftausend Jahren. Die womöglich von Urwald überwuchert oder vom Klimawandel zerstört, in jedem Fall aber menschenleer sein wird.

Anlass für den Rückzug ist ein Vorfall bei einer Kunstausstellung: Herto Straus, ein bekannter Künstler, verschandelt Ionas Installation mit Farbe und dem Wort »Bullshit«. In der vermeintlich trostlosen Tagebaulandschaft, und anfangs nur in Gesellschaft des KI-Companion-Hunds Robyn, sinnt Iona über die Bedeutung von Kunst und Solidarität im Kulturbetrieb nach. Mit »Nach der Sonne schauen« (Klett-Cotta) hat Martina Hefter einen ebenso präzisen wie aufschlussreichen Roman darüber geschaffen, wie mutwillige Zerstörung Natur und Kultur(-betrieb) gleichermaßen prägen. Dennoch ist der Roman nie hoffnungslos: Schließlich tauchen die echte Hündin Bella auf und Nova, die renitente Nichte des Vermieters, die die bis dahin vage Vorstellung einer Utopie mit Leben füllen.

Martina Hefter ist Performancekünstlerin und Schriftstellerin. Ihr Roman »Hey guten Morgen, wie geht es dir?« wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

€ 14,–/10,–
€ 6,–
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Kein Mensch ist eine Insel. Dennoch zieht sich Installationskünstlerin Iona Bartschok, die – ganz nebenbei gesagt – wie die Friedhofsinsel schottischer Könige heißt, in die Einsamkeit zurück. Einsamkeit bedeutet in diesem Fall eine alte Industriehalle in der ehemaligen Tagebauregion um Leipzig, passend zu ihrem neuen Kunstprojekt über die Landschaft in fünftausend Jahren. Die womöglich von Urwald überwuchert oder vom Klimawandel zerstört, in jedem Fall aber menschenleer sein wird.

Anlass für den Rückzug ist ein Vorfall bei einer Kunstausstellung: Herto Straus, ein bekannter Künstler, verschandelt Ionas Installation mit Farbe und dem Wort »Bullshit«. In der vermeintlich trostlosen Tagebaulandschaft, und anfangs nur in Gesellschaft des KI-Companion-Hunds Robyn, sinnt Iona über die Bedeutung von Kunst und Solidarität im Kulturbetrieb nach. Mit »Nach der Sonne schauen« (Klett-Cotta) hat Martina Hefter einen ebenso präzisen wie aufschlussreichen Roman darüber geschaffen, wie mutwillige Zerstörung Natur und Kultur(-betrieb) gleichermaßen prägen. Dennoch ist der Roman nie hoffnungslos: Schließlich tauchen die echte Hündin Bella auf und Nova, die renitente Nichte des Vermieters, die die bis dahin vage Vorstellung einer Utopie mit Leben füllen.

Martina Hefter ist Performancekünstlerin und Schriftstellerin. Ihr Roman »Hey guten Morgen, wie geht es dir?« wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

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In Kooperation mit NDR Kultur