Maggie O’Farrell
Wer Filme liebt, konnte sich Anfang des Jahres dem Sog von »Hamnet« nicht entziehen, der kongenialen, vielfach oscarnominierten Verfilmung von Maggie O’Farrells Roman mit Jessie Buckley als Agnes Hathaway. Nun legt die irisch-britische Autorin mit ihrem zehnten Roman nach: »Land« (Piper; Übersetzung: Nikolaus Hansen und Kathrin Razum) setzt im Jahr 1865 ein und führt uns nach Irland. O’Farrell erzählt von Tomás und seinem kleinen Sohn Liam, die im Auftrag der Ordnance Survey, der Behörde für Landvermessung, das Land kartografieren sollen, das noch von »The Great Famine«, der »Großen Hungersnot«, gezeichnet ist. Zwischen 1845 und 1849 fielen ihr eine Million Menschen zum Opfer, zwölf Prozent der irischen Bevölkerung. Nach einer mystischen Begegnung in einem Waldstück redet der vormals wortkarge Tomás wie ein Wasserfall und glaubt, mit seinen Karten die Katastrophe bezeugen und seine Heimat beschützen zu können: »Ihr werdet nie verstehen, wie das Land erinnert, wie tief die Wurzeln reichen.«
Maggie O’Farrells Roman ist ein bedeutender Wurf, ihre Sprache anspielungsreich, poetisch, überbordend. In einem Rundumschlag verknüpft sie das herausfordernde Schicksal Irlands und seiner Menschen mit der Natur, die einerseits karg, andererseits von höchster Faszination ist: »Ein großes Buch über ein kleines Land«, urteilt »Der Spiegel«.
Moderation (englisch-deutsch): Tobias Rüther
Deutsche Lesung: Julia Wieninger
Wer Filme liebt, konnte sich Anfang des Jahres dem Sog von »Hamnet« nicht entziehen, der kongenialen, vielfach oscarnominierten Verfilmung von Maggie O’Farrells Roman mit Jessie Buckley als Agnes Hathaway. Nun legt die irisch-britische Autorin mit ihrem zehnten Roman nach: »Land« (Piper; Übersetzung: Nikolaus Hansen und Kathrin Razum) setzt im Jahr 1865 ein und führt uns nach Irland. O’Farrell erzählt von Tomás und seinem kleinen Sohn Liam, die im Auftrag der Ordnance Survey, der Behörde für Landvermessung, das Land kartografieren sollen, das noch von »The Great Famine«, der »Großen Hungersnot«, gezeichnet ist. Zwischen 1845 und 1849 fielen ihr eine Million Menschen zum Opfer, zwölf Prozent der irischen Bevölkerung. Nach einer mystischen Begegnung in einem Waldstück redet der vormals wortkarge Tomás wie ein Wasserfall und glaubt, mit seinen Karten die Katastrophe bezeugen und seine Heimat beschützen zu können: »Ihr werdet nie verstehen, wie das Land erinnert, wie tief die Wurzeln reichen.«
Maggie O’Farrells Roman ist ein bedeutender Wurf, ihre Sprache anspielungsreich, poetisch, überbordend. In einem Rundumschlag verknüpft sie das herausfordernde Schicksal Irlands und seiner Menschen mit der Natur, die einerseits karg, andererseits von höchster Faszination ist: »Ein großes Buch über ein kleines Land«, urteilt »Der Spiegel«.
Moderation (englisch-deutsch): Tobias Rüther
Deutsche Lesung: Julia Wieninger
- Ticketinformationen
- Tickets sind ab 15.8. an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, auf literaturhaus-hamburg.reservix.de, bei der kostenfreien Hotline T 0761.88 84 99 99 und in der Buchhandlung im Literaturhaus erhältlich. Mitglieder des Literaturhaus-Vereins können bereits ab 10.8. ihre Karten – ohne Vorverkaufsgebühren – unter T 040.22 70 20 11 oder per E-Mail an tickets@literaturhaus-hamburg.de verbindlich bestellen.
- Livestreamabonnement
- Nutzen Sie das Streamingabonnement im September für € 50,– bzw. zum Mitgliedspreis von € 45,– für zehn Termine: Longlist-Abend, Eva Menasse, Maggie O’Farrell, Gesprächsbedarf, Mandy Mangler & Esther Kogelboom, Philosophisches Café, Radka Denemarková, Shida Bazyar, Jaroslav Rudiš, Elias Hirschl. Um alle Veranstaltungen sehen zu können, schließen Sie den Abokauf bitte bis zum 1.9. um 17.30 Uhr ab.Livestreamabonnement kaufen

