NEWS

23.09.

März & Moritz & 1 Gast (Folge 33)

​Ursula März, Rainer Moritz und Katharina Teutsch debattieren am Donnerstag, den 26. September, folgende Neuerscheinungen:

  • Burkhard Spinnen: »Rückwind« (Schöffling)
  • Matthias Brandt: »Blackbird« (Kiepenheuer & Witsch)
  • Karen Köhler: »Miroloi« (Hanser)
  • Jan Peter Bremer: »Der junge Doktorand« (Berlin)
  • Volker Weidermann: »Das Duell« (Kiepenheuer & Witsch)

Für die Veranstaltung »März & Moritz & 1 Gast« sind noch wenige Tickets im Vorverkauf verfügbar, weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.

17.09.

Shortlists des Deutschen und Schweizer Buchpreises

Nachdem das Literaturhaus zunächst die Longlist des Deutschen Buchpreises 2019 in der Akademie der Künste präsentiert hat, steht nun die Shortlist fest.

Die Jury hat sechs Romane aus sechs unterschiedlichen Verlagen ausgewählt. Besonders in diesem Jahr: Auf der Shortlist finden sich drei Debütanten, die auch für den Mara-Cassens-Preis im Rennen sind. 

Die Finalisten des Deutschen Buchpreises

  • Raphaela Edelbauer: »Das flüssige Land« (Klett-Cotta)
  • Miku Sophie Kühmel, »Kintsugi« (S. Fischer)
  • Tonio Schachinger: »Nicht wie ihr« (Kremayr & Scheriau)
  • Norbert Scheuer: »Winterbienen« (C.H.Beck)
  • Saša Stanišić: »Herkunft« (Luchterhand)
  • Jackie Thomae: »Brüder« (Hanser Berlin)

Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 2013 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019 erschienen sind. Jörg Magenau, freier Literaturkritiker und Sprecher der Jury des Deutschen Buchpreises 2019, zu den Finalisten: »Die Shortlist bietet sechs herausragende Fundstücke, sechs Romane, die formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch ein großes Thema eint: In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist.«

Drei Debüts
 
Dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden sei, beschrieben die Autoren und Autorinnen mal aus weiblicher, mal aus männlicher Perspektive. Vielleicht habe der Generationenwechsel, der sich mit drei Debüts im Finale andeute, damit zu tun, dass die Jüngeren bei diesen Themen schärfer hinschauen, so Magenau weiter.

Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2019 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Frankfurter Römers statt. 

Aber nicht nur die Shortlist des Deutschen Buchpreises, sondern auch die des Schweizer Buchpreises 2019 steht fest. Sibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic haben es auf diese Shortlist geschafft. 

Die Finalisten des Schweizer Buchpreises

  • Sibylle Berg: »GRM. Brainfuck« (Kiepenheuer & Witsch) 
  • Simone Lappert: »Der Sprung« (Diogenes) 
  • Tabea Steiner: »Balg« (Edition Bücherlese) 
  • Alain Claude Sulzer: »Unhaltbare Zustände« (Galiani) 
  • Ivna Žic: »Die Nachkommende« (Matthes & Seitz)

Über 70 Titel aus 45 Verlagen hat die Jury des Schweizer Buchpreises geprüft. Der Jurysprecher Manfred Papst äußert zur Auswahl: »Die Bandbreite an Themen und Herangehensweisen war groß, und es gab viele interessante junge Stimmen.« 

Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42.000 Franken dotiert. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält 30.000 Franken. Die Preisverleihung findet am 10. November 2019 im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. Im Vorfeld der Preisverleihung veranstalten wir am 3. November eine Lesung zum Schweizer Buchpreis mit zwei der Nominierten. Weitere Informationen folgen.

09.09.

30 Jahre Literaturhaus

30 Jahre Logo © Literaturhaus
30 Jahre Logo © Literaturhaus

Das Literaturhaus Hamburg feiert am 13. September 2019 sein 30. Jubiläum – nachmittags Stempelworkshop und Kaffeeklatsch, abends Diskussion mit Ines Geipel, Ulrich Greiner und Georg Mascolo und geselliger Ausklang

30 Jahre und einen Tag nach seiner offiziellen Eröffnung am 12. September 1989 lädt das Literaturhaus zu einem kleinen feinen Jubiläumsfest ein. Das zweitälteste Literaturhaus in Deutschland hat sich zu einem Forum für die Literatur in all ihren Facetten entwickelt und prägt das literarische Leben in Hamburg maßgeblich mit. Deutschsprachige wie internationale Autorinnen und Autoren gehen hier ein und aus, Comickünstlerinnen finden hier ebenso wie Philosophen, Literaturkritikerinnen und Übersetzer eine Bühne. 

Von Beginn an bietet das Literaturhaus auch Veranstaltungen für Nachwuchsleser an – damit gehört es zu den Pionieren der Leseförderung, nur dass das damals noch keiner so genannt hat. Zum Auftakt der Jubiläumsfeier laden wir unsere Gäste ab sechs Jahren ein, selbst kreativ zu werden. Mit der Hamburger Illustratorin Nele Palmtag gestalten sie mit Stempeln aus Moosgummi ihre eigenen Leporellos mit Blätterwäldern und Wörterwiesen. Der offene Workshop findet von 16.00 bis 18.00 Uhr im ersten Stock statt. Parallel locken die Geburtstagstorte, die das Literaturhauscafé versprochen hat, und fotografische Eindrücke aus 30 Veranstaltungsjahren Besucherinnen und Besucher in die Beletage. Dort sind außerdem Autorenporträts der Fotografin Isabel Mahns-Techau ausgestellt, die zugunsten des Literaturhaus e. V. bei einer leisen Auktion versteigert werden. 

Die Abendveranstaltung ab 19.30 Uhr beginnt mit Grußworten von Carsten Brosda, dem Hamburger Senator für Kultur und Medien, Michael Göring, dem Vorsitzenden der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, und Konstanze Görres-Ohde, der Vorstandsvorsitzenden des Literaturhaus-Vereins. Außerdem wird als Würdigung des langjährigen Mäzens des Literaturhauses Eddy Lübbert (1924–2016) der Festsaal in Eddy-Lübbert-Saal umbenannt. 

30 Jahre danach – unter diesem Titel lassen Ines Geipel, die zuletzt das Buch »Umkämpfte Zone – Mein Bruder, der Osten und der Hass« veröffentlicht hat, Ulrich Greiner, Literaturkritiker und Präsident der Freien Akademie der Künste, und der ehemalige »Spiegel«-Chefredakteur Georg Mascolo, der inzwischen den Rechercheverbund von NDR, WDR und »Süddeutscher Zeitung« leitet, 30 Jahre deutsche Literatur- und Kulturgeschichte Revue passieren. Rainer Moritz moderiert die Diskussion: Wie hat sich die deutsche Gesellschaft in dieser Zeit verändert? Welche Rolle spielten Literatur und Kultur damals, welche spielen sie heute? 

Im Anschluss wird angestoßen – übrigens auch auf das Wohl des Buchhändlers Stephan Samtleben, der seit 1989 die Buchhandlung im Literaturhaus führt. DJ Miss Alaska sorgt an diesem Abend für die Musik, das Literaturhauscafé für das leibliche Wohl und vielleicht gibt es für die Gäste auch ein Geschenk. 

Die Einladung gilt allen, die sich mit dem Literaturhaus bereits verbunden fühlen oder die es endlich kennenlernen möchten. Leider können wir für ie keine Anmeldungen mehr entgegennehmen. Wir sind bereits ausgebucht. 

Der Workshop findet mit freundlicher Unterstützung unseres langjährigen Kooperationspartners Jugendinformationszentrum/JIZ statt. 

Das Jubiläumsfest wird gefördert von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, NDR Info und NDR Kultur sind Medienpartner.