NEWS

09.07.

Welche Zukunft hat das Lesen?

Illustration © Kathleen Bernsdorf
Illustration © Kathleen Bernsdorf

Eine dreiteilige Diskussionsreihe

Ende August startet die neue Diskussionsreihe »Welche Zukunft hat das Lesen?« im Literaturhaus. An insgesamt drei Abenden wird darüber diskutiert, warum das Lesen überhaupt bedroht scheint, was Bildung und Lesen miteinander zu tun haben und wie es überhaupt um die Leserschaft im Allgemeinen steht. Die Veranstaltungstermine sind:

27. August, 19.30 Uhr
Lesen, um die Welt zu verstehen
Das Lesen scheint bedroht. Doch was hat es mit diesen Untergangsszenarien auf sich? Verlieren wir die Kulturtechnik des Lesens wirklich, oder verändert sich diese nur? Der erste Abend geht der Bedeutung des Lesens für unser Weltverständnis nach.
Es diskutieren Kirsten Boie, Arthur M. Jacobs und Lothar Müller.
Moderation: Christoph Bungartz

24. September, 19.30 Uhr
Lesen(d) lernen – Bildung und Lesen
Was soll aus Kindern und Jugendlichen werden, die statt zum Taschenbuch nur noch zum Tablet greifen und die mitunter kaum in der Lage sind, längere Texte zu verstehen? Letztlich geht es um die Frage, wie wir lernen, was das Lesen und was welches Lesen zum Lernen beiträgt und wie Bildung entsteht.
Es diskutieren Jürgen Kaube, Jöran Muuß-Merholz und Sabine Uehlein.
Moderation: Katrin Hörnlein

29. Oktober, 19.30 Uhr
Where are all the readers gone?
Wie viele Menschen sind Abtrünnige und haben zuletzt ganz darauf verzichtet, ein Buch zu kaufen bzw. zu lesen? Oder sind manche inzwischen zurückgekehrt und geben der verunsicherten Branche wieder Hoffnung? Was bedeutet das für Buchverlage, für Auflagenzahlen, Autoreneinkünfte und für Buchhandlungen?
Es diskutieren Sandra Kegel, Ute Schneider und Alexander Skipis.
Moderation: Rainer Moritz

Tickets für die erste Veranstaltung sind bereits verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

02.07.

6. Lange Nacht der Literatur

Am 7. September 2019 in ganz Hamburg

Sie ist bereits fest verankert in Hamburgs Kulturkalender: Die Lange Nacht der Literatur findet am 7. September zum sechsten Mal in der Hansestadt statt. Mehr als 60 Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden ihre aktuellen Bücher präsentieren, teils von Musik begleitet, hier und da auch in Verbindung mit einem Gläschen Wein.

Früh beginnt die Lange Nacht: Schon zur Mittagszeit können Lesebegeisterte zu ersten Veranstaltungen aufbrechen, um dann bis in den späten Abend hinein weitere Lesungen im gesamten Stadtgebiet zu besuchen. Sie müssen sich nur entscheiden, wohin es gehen soll: ob nach Pinneberg oder Duvenstedt, nach Niendorf oder auf die Veddel – überall können sie neue Lieblingsbücher entdecken und diesem oder jenem Lieblingsautor lauschen. Kamishibai für Kinder gibt es ebenso wie Kriminalromane für Hartgesottene, ob Poetry-, Comic- oder Diary-Slam – in diesem Jahr ist alles dabei. Thematisch scheint das Angebot grenzenlos: Liebe, Politik, Reise, Kunst, fremde und vertraute Kulturen, der heimische Garten oder das ferne All.

Im Saal des Literaturhauses Hamburg am Schwanenwik kommen ab 22.00 Uhr alle Beteiligten zum traditionellen Ausklang zusammen. Die Hamburger Gruppe Duke & Dukies wird mit Swing, Bossa und östlicher Folklore für Stimmung sorgen, sodass man den Abend in entspannter Atmosphäre Revue passieren lassen und möglicherweise das Tanzbein schwingen kann.

Die 6. Lange Nacht der Literatur wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Nord e.V., Libri, Citinaut und Books On Demand. Medienpartner sind NDR Kultur und NDR Info sowie Indiecon. Karten zu den einzelnen Lesungen gibt es bei den jeweiligen Veranstaltern. Der Eintritt zum Ausklang ist frei. Das gesamte Programm finden Sie unter www.langenachtderliteratur.de.

Das Literaturhaus lädt gemeinsam mit der Buchhandlung Samtleben und der Freien Akademie der Künste um 19.30 Uhr zu einer Lesung von Friedrich Christian Delius ein. Weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.

19.06.

Sommerlektüretipps vom Gemischten Doppel

Annemarie Stoltenberg empfiehlt: 

  • Deborah Levy: »Was das Leben kostet«, Übersetzung: Barbara Schaden. Hoffmann und Campe, € 20,–
  • Lola Randl: »Der große Garten«. Matthes & Seitz, € 22,–
  • Uwe Lehmann-Brauns: »Benns letzte Lieben«. Verbrecher-Verlag, € 24,–
  • Benjamin Balint: »Kafkas letzter Prozess«, Übersetzung: Anne Emmert. Berenberg, €25,–
  • Norbert Zähringer: »Wo wir waren«. Rowohlt, € 25,–
  • Annette Pehnt: »Mein Amrum«. Mare, € 18,–
  • Jochen Schmidt: »Ein Auftrag für Otto Kwant«. C. H. Beck, € 23,–
  • Graham Norton: »Eine irische Familiengeschichte«, Übersetzung: Silke Jellinghaus. Kindler, € 22,–
  • Bonustitel: Rainer Moritz: »Zum See ging man zu Fuß«. Knesebeck, € 40,–

Rainer Moritz empfiehlt: 

  • Werner Lampert: »Die Kuh«. teNeues, € 49,90
  • Robertson Davies: »Der Fünfte im Spiel«, Übersetzung: Maria Seifert. Dörlemann, € 25,–
  • Daniel Defoe: »Robinson Crusoe«, Übersetzung: Rudolf Mast. Mare, € 42,–
  • Georges Simenon: »Der Mann, der den Zügen nachsah«, Übersetzung: Ulrike Ostermeyer. Kampa, € 22,90
  • Agnès Poirier: »An den Ufern der Seine«, Übersetzung: Monika Köpfer. Klett-Cotta, € 25,–
  • Gerbrand Bakker: »Echte Bäume weinen nicht«, Übersetzung: Birgit Erdmann. Suhrkamp, € 14,95
  • Angelika Waldis: »Die geheimen Leben der Schneiderin«. Wunderraum, € 20,–
  • Colson Whitehead: »Die Nickel Boys«, Übersetzung: Henning Ahrens. Hanser, € 23,–

Stephan Samtleben empfiehlt: 

  • Philippe Lançon: »Der Fetzen«, Übersetzung: Nicola Denis. Tropen, € 25,–

Titelliste (PDF)

Nächster Termin: Mittwoch, 9.10.2019