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08.11.

März & Moritz & 1 Gast (Folge 34)

Ursula März, Rainer Moritz und Gabriele von Arnim debattieren am Mittwoch, den 20. November, folgende Neuerscheinungen:

  • Margaret Atwood: »Die Zeuginnen« (Übersetzung: Monika Baark; Berlin Verlag)
  • Theodor Fontane: »Effi Briest« (Reclam u.a.)
  • Stewart O’Nan: »Henry persönlich« (Übersetzung: Thomas Gunkel; Rowohlt Verlag)
  • Claire Lombardo: »Der größte Spaß, den wir je hatten« (Übersetzung: Sylvia Spatz; dtv)
  • Jérôme Ferrari: »Nach seinem Bilde« (Übersetzung: Christian Ruzicska; Secession)

Für die Veranstaltung »März & Moritz & 1 Gast« sind noch wenige Tickets im Vorverkauf verfügbar, weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.

07.11.

Nordische Literaturtage 2019

Vom 25. bis 28. November sind Autorinnen und Autoren aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden im Literaturhaus Hamburg zu Gast

Von preisgekrönten Debüts über eine Graphic Novel bis hin zu lang etablierten Autorinnen und Autoren - die Nordischen Literaturtage bilden in Hamburg alle zwei Jahre und nun bereits zum 17. Mal die Vielfalt der gegenwärtigen nordeuropäischen Literatur ab.

Vom 25. bis 28. November stellen Lars Saabye Christensen, Geir Gulliksen aus Norwegen, Jón Kalman Stefánsson und Sigríður Hagalín Björnsdóttir aus Island, Miika Nousiainen aus Finnland, Josefine Klougart und Anne Cathrine Bomann aus Dänemark sowie Daria Bogdanska und Amanda Svensson aus Schweden im Gespräch mit Moderatorinnen und Moderatoren ihre aktuellen Bücher vor. 

Beim Gläsernen Übersetzen geben Übersetzerinnen Einblick in ihre Arbeit. Musikalisch klingen die Nordischen Literaturtage aus, wenn der norwegische Singer-Songwriter Moddi seine »Verbotenen Lieder« präsentiert. In Kooperation mit den Bücherhallen sind auch Veranstaltungen für Kinder im Angebot: Gry Moursund und Bjørn F. Rørvik sowie Alice Lima de Faria aus Norwegen lesen aus ihren Büchern vor. In der Zentralbibliothek wird außerdem bei freiem Eintritt eine Ausstellung norwegischer Kinderbuchillustrationen von elf Künstlerinnen und Künstlern zu sehen sein.

Weiter Informationen und Tickets finden sich auf der Seite der Nordischen Literaturtage.

05.11.

Deutscher und Österreichischer Buchpreis 2019

Die Gewinner der diesjährigen Deutschen und Österreichischen Buchpreise stehen fest

Saša Stanišić gewann mit seinem Buch »Herkunft« (Luchterhand) den deutschen Buchpreis, der auf der Frankfurter Buchmesse feierlich verliehen wurde. Seine Dankesrede nutzte Stanišić für eine Kritik am diesjährigen Gewinner des Literaturnobelpreises, Peter Handke. 

In der Jurybegründung heißt es: »Saša Stanišić ist ein so guter Erzähler, dass er sogar dem Erzählen misstraut. Unter jedem Satz dieses Romans wartet die unverfügbare Herkunft, die gleichzeitig der Antrieb des Erzählens ist. Verfügbar wird sie nur als Fragment, als Fiktion und als Spiel mit den Möglichkeiten der Geschichte. Der Autor adelt die Leser mit seiner großen Phantasie und entlässt sie aus den Konventionen der Chronologie, des Realismus und der formalen Eindeutigkeit. ›Das Zögern hat noch nie eine gute Geschichte erzählt‹, lässt er seine Ich-Figur sagen. Mit viel Witz setzt er den Narrativen der Geschichtsklitterer seine eigenen Geschichten entgegen. ›Herkunft‹ zeichnet das Bild einer Gegenwart, die sich immer wieder neu erzählt. Ein ›Selbstporträt mit Ahnen‹ wird so zum Roman eines Europas der Lebenswege.«

Österreichischer Buchpreis

Norbert Gstrein wurde für sein Buch »Als ich jung war« (Hanser) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Der Debütpreis ging an Angela Lehner für den Titel »Vater unser« (Hanser Berlin). Die Verleihung fand zum Auftakt der BUCH WIEN-Woche statt. 

In der Begründung der Jury heißt es: »Norbert Gstreins Roman erinnert an das Gedicht ›Zwielicht‹ von Joseph von Eichendorff: Die Dämmerung bricht an, etwas Numinoses legt sich über das Land. Selbst dem Freund ist nicht zu trauen in dieser Stunde der verlorenen Sicherheiten. Norbert Gstrein ist ein Meister des ›zwielichtigen‹ Erzählens. Protagonist seines Romans ist ein Wirtssohn, der einige Jahre als Schilehrer in den USA gearbeitet hat, um dann nach Österreich zurückzukehren. Franz erzählt uns seine Geschichte, aber je mehr Details er vorbringt, umso unsicherer wird der Leser. Eine Braut ist gestorben – aber wie? Ein Mädchen wurde vergewaltigt – vielleicht. Ein anderes Mädchen ist verschwunden – wohin? Norbert Gstrein setzt Zeichen um Zeichen. Man folgt seinem Konstrukt und seinem bewundernswert klaren Satzbau mit Spannung, aber im Gegensatz zum Detektivroman gibt es hier kein Superhirn, das die Zeichen eindeutig interpretieren könnte. Am Ende hält der Leser viele Fäden in der Hand. Ob einer davon der rote ist – wer weiß?«