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22.09.

Lektüre für den Herbst, ausgewählt vom »Gemischten Doppel«

 

Annemarie Stoltenberg empfiehlt:

  • Matthias Brandt: Raumpartrouille. Kiepenheuer & Witsch
  • Elizabeth Strout: Die Unvollkommenheit der Liebe. Luchterhand
  • Jami Attenberg: Saint Mazie. Schöffling
  • Nir Baram: Weltschatten. Hanser
  • Tilmann Rammstedt: Morgen mehr. Hanser
  • Joost de Vries: Die Republik. Heyne
  • Alain de Botton: Der Lauf der Liebe. S. Fischer
  • Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer. DVA

Rainer Moritz empfiehlt:

  • Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel. liebeskind
  • Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. C.H. Beck
  • Dževad Karahasan: Der Trost des Nachthimmels. Suhrkamp
  • Dirk Liesemer: Lexikon der Phantominseln. Mare
  • Colm Tóibín: Nora Webster. Hanser
  • J. L. Carr: Ein Monat auf dem Land. DuMont
  • Niklas Maak: Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner. Hanser
  • Marcel Proust: Briefe. 1879–1922. Suhrkamp

Stephan Samtleben empfiehlt:

  • Ottessa Moshfegh: McGlue. liebeskind

Nächster Termin: 8.12.2016

20.09.

Julius-Campe-Preis 2016 für das Netzwerk der Literaturhäuser

Wir freuen uns, dass das Netzwerk der Literaturhäuser, dem das Literaturhaus Hamburg angehört, als Institution ausgezeichnet wird, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben hat. Der Julius-Campe-Preis 2016 wird vom Hoffmann und Campe Verlag vergeben.

Die Verleihung findet am Freitag, 21.10.2016 im Haus des Buches während der Frankfurter Buchmesse statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil. Neben der Auszeichnung erhält das Netzwerk der Literaturhäuser 99 Flaschen edlen Weins und das bei Hoffmann und Campe erschienene Faksimile der »Französischen Zustände« Heinrich Heines.

Daniel Kampa, Verleger von Hoffmann und Campe zur Entscheidung: »Literatur ist vielerorts zu Hause. Zu den schönsten Orten gehören sicherlich die Literaturhäuser in Basel, Berlin, Göttingen, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, Rostock, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich, die heute das seit 2008 bestehende Netzwerk literaturhaus.net bilden. Als Treffpunkt für Autoren, Leser und Literaturinteressierte sind Literaturhäuser eine wertvolle und unverzichtbare Einrichtung im Kulturleben jeder Stadt. Sie bieten der Literatur eine prominente Bühne für Begegnungen und Inspirationen. Hier wird das Lesen zum Ereignis, hier werden Bücher lebendig. Wenn – wie Cicero einst sagte – ›ein Haus ohne Bücher wie ein Körper ohne Seele‹ ist, sind es die Literaturhäuser, die in vielen Städten die Seele der Bücher zum Schwingen bringen. Das Netzwerk der Literaturhäuser dient dem Austausch von Erfahrungen, Konzepten und Kontakten und leistet so einen essenziellen Beitrag zur fortwährenden Weiterentwicklung und Neuerfindung dieser so wichtigen Institution. Mit gemeinsamen Projekten, Veranstaltungen, Werbeaktionen, der Initiative ›Junges Literaturhaus‹ und dem ›Preis der Literaturhäuser‹ hat das Netzwerk seit seiner Gründung die Ausstrahlungskraft der Literaturhäuser als Zentren des literarischen Lebens und der Literaturvermittlung enorm gesteigert. Die Arbeit und Wirkung des Netzwerks Literaturhaus kann daher nicht hoch genug gewürdigt werden.«

Im Netzwerk der Literaturhäuser, 2008 aus einem losen Zusammenschluss zahlreicher deutschsprachiger Literaturhäuser als Verein hervorgegangen, entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen wie »Poesie in die Stadt« und Veranstaltungsreihen, aktuell »Fragile. Europäische Korrespondenzen«. Das Netzwerk ermöglicht es, Erfahrungen und Kontakte auszutauschen und über gemeinsame Projekte und Mittelakquisition im deutschsprachigen Raum als Literaturvermittler zu wirken. Die inzwischen auch international anerkannte »Marke« Literaturhaus soll gestärkt werden. Ziel ist es, zu zeigen, wie es auch im digitalen Zeitalter möglich ist, deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur zeitgemäß und innovativ zu verbreiten. Viele der Mitglieder stärken unter dem Label »Junges Literaturhaus« die Kinder- und Jugendliteratur. Außerdem wird jährlich der Preis der Literaturhäuser verliehen. Mit diesem Preis werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die sich um originelle Lesungskonzepte bemühen und Abende in den Literaturhäusern zu unvergesslichen Live-Erlebnissen machen. Zu den Preisträgern zählen etwa Peter Kurzeck, Judith Schalansky, Feridun Zaimoglu, Elke Erb, Sibylle Lewitscharoff, Nicolas Mahler, Ilija Trojanow oder 2016 Ulf Stolterfoht. Medienpartner des literaturhaus.net ist ARTE. Weitere Informationen auf der Website des Netzwerks www.literaturhaus.net.

Der Laudator Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Das Netzwerk der Literaturhäuser reiht sich ein in die beachtliche Folge der bisherigen Julius-Campe-Preisträger: Denis Scheck (2015), Buchhandlungskooperation 5 plus (2014), Felicitas von Lovenberg (2013) Petra Roth (2012), Roger Willemsen (2011), Elke Heidenreich (2010), Elisabeth Niggemann (2009), Wendelin Schmidt-Dengler (2008), Klaus Reichert (2007, posthum), Michael Naumann (2006), Jan Philipp Reemtsma (2005), Joachim Kaiser (2004), Heinrich Detering (2003), Martin Walser (2002).

10.09.

Festival du premier roman de Chambéry-Savoie

Einladung zum Lesen!

Werden Sie Mitglied der Hamburger Jury, die den besten französischsprachigen Roman des Jahres 2015 kürt.

Ende Mai 2017 findet zum dreißigsten Mal das »Festival du premier roman de Chambéry-Savoie« statt, bei dem Lesegruppen in ganz Frankreich die geladenen Autorinnen und Autoren auswählen. Nach einer renovierungsbedingten Auszeit laden das Institut français de Hambourg und das Literaturhaus Hamburg in Kooperation mit dem Festival nun erneut dazu ein, es den Literaturbegeisterten in Frankreich gleichzutun und eine Jury in Hamburg zu bilden, die das beste französischsprachige Debüt des Jahres bestimmt.

Ab Oktober erhalten die – maximal 12 – frankophonen Mitglieder der Jury eine Auswahl von ca. 15 Romanen, die es binnen kurzer Zeit zu lesen gilt. Das Literaturhaus und das Institut français stellen allen Teilnehmern dafür zwei Exemplare pro Titel zur Verfügung, die untereinander getauscht werden. Im Oktober lernen sich die Mitglieder bei einem Treffen im Institut français kennen und erhalten die ersten Bücher. Der Büchertausch kann individuell oder über das Institut français organisiert werden. Ende April bzw. Mitte Mai, wenn alle Bücher gelesen sind, geben die Teilnehmer ihre Rangliste der Bücher durch und bestimmen so ihren Favoriten. Das Literaturhaus Hamburg und das Institut français streben an, einen von der Jury empfohlenen Autor zu einer Lesung im Herbst nach Hamburg einzuladen.

Wenn Sie passionierte Leserin oder passionierter Leser französischsprachiger Romane sind und Ihre Meinung zu den frankophonen Debütanten in der literarischen Szene abgeben möchten, melden Sie sich mit einer Kurzbewerbung bis zum 23.9.2016 bei brigitte.zinke@institutfrancais.de. Ob Sie dabei sind, erfahren Sie bis zum 5.10.2016.

Ein Exemplar jedes Romans wird danach in den Bestand der Mediathek des Institut français aufgenommen und alle anderen gelesenen Bücher an die Jurymitglieder verschenkt. Ein exklusives Treffen mit dem Autor nur für die Jurymitglieder vor der Lesung in Hamburg stellt das Dankeschön des Literaturhauses und des Institut français an die Bücherfreunde für ihren Einsatz dar.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Brigitte Zinke unter T 040. 41 33 25 45.