italo svevo preis an giwi margwelaschwili
„Giwi Margwelaschwili ist ein weiser Anarchist, ein närrischer Philosoph, einer, der Grenzen erkennt, aber nicht anerkennt.” Katja Lange-Müller
Der elfte Preisträger des Italo Svevo Preises heißt Giwi Margwelaschwili. Deutsch war die erste Sprache des 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten geborenen Giwi Margwelaschwili. 1946 wurde er, zusammen mit seinem Vater, vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert und dann nach Georgien verschleppt. Dort brachte er sich als Deutschlehrer durch. Und er schrieb, ungeachtet der sprachlichen und intellektuellen Isolation, deutsche Prosa, ein überbordendes Werk, das fremd wie ein Findling in der literarischen Landschaft aufragt, quer zu Moden und Zeitströmungen. Erst 1987 konnte Giwi Margwelaschwili nach Deutschland ausreisen. Heute lebt er in Tiflis und Berlin.
Margwelaschwilis Werke erscheinen u. a. im Verbrecher Verlag. 2012 veröffentlichte er dort die „Fluchtästhetische Novelle”. Der Italo Svevo Preis unterstützt, ideell und materiell, ästhetischen Eigensinn, er gewährt, befristet, Unabhängigkeit als Bedingung für das Entstehen eines literarischen Werkes, und er denkt an den Leser von morgen, indem er ein literarisches Lebenswerk ehrt und fördert, dessen Rang sich bereits abzeichnet, dem es jedoch noch am breiten Zuspruch mangelt.
Dieser Passus des Statuts fasst konzise die Begründung der Jury (Insa Wilke, Frankfurt, Joachim Scholl, Berlin, Wolfgang Hegewald, Hamburg, Sprecher der Jury) zusammen, Giwi Margwelaschwili mit dem Italo Svevo Preis 2013 auszuzeichnen. Der Italo Svevo Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird durch mäzenatisches Engagement ermöglicht. Preisträger der vergangenen Jahre waren Volker Harry Altwasser, Annette Pehnt und Marie-Luise Scherer.
„Giwi Margwelaschwili ist ein weiser Anarchist, ein närrischer Philosoph, einer, der Grenzen erkennt, aber nicht anerkennt.” Katja Lange-Müller
Der elfte Preisträger des Italo Svevo Preises heißt Giwi Margwelaschwili. Deutsch war die erste Sprache des 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten geborenen Giwi Margwelaschwili. 1946 wurde er, zusammen mit seinem Vater, vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert und dann nach Georgien verschleppt. Dort brachte er sich als Deutschlehrer durch. Und er schrieb, ungeachtet der sprachlichen und intellektuellen Isolation, deutsche Prosa, ein überbordendes Werk, das fremd wie ein Findling in der literarischen Landschaft aufragt, quer zu Moden und Zeitströmungen. Erst 1987 konnte Giwi Margwelaschwili nach Deutschland ausreisen. Heute lebt er in Tiflis und Berlin.
Margwelaschwilis Werke erscheinen u. a. im Verbrecher Verlag. 2012 veröffentlichte er dort die „Fluchtästhetische Novelle”. Der Italo Svevo Preis unterstützt, ideell und materiell, ästhetischen Eigensinn, er gewährt, befristet, Unabhängigkeit als Bedingung für das Entstehen eines literarischen Werkes, und er denkt an den Leser von morgen, indem er ein literarisches Lebenswerk ehrt und fördert, dessen Rang sich bereits abzeichnet, dem es jedoch noch am breiten Zuspruch mangelt.
Dieser Passus des Statuts fasst konzise die Begründung der Jury (Insa Wilke, Frankfurt, Joachim Scholl, Berlin, Wolfgang Hegewald, Hamburg, Sprecher der Jury) zusammen, Giwi Margwelaschwili mit dem Italo Svevo Preis 2013 auszuzeichnen. Der Italo Svevo Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird durch mäzenatisches Engagement ermöglicht. Preisträger der vergangenen Jahre waren Volker Harry Altwasser, Annette Pehnt und Marie-Luise Scherer.