10.1.

Mara-Cassens-Preis 2023 an Dana Vowinckel

»Gewässer im Ziplock« wird als bester deutschsprachiger Debütroman des Jahres ausgezeichnet

In der facettenreichen Welt der Literatur wissen wir: »Aller Anfang ist schwer.« Gerade in diesem zarten Moment, wenn Autorinnen und Autoren sich in die magische Welt der Worte wagen, ist der Mara-Cassens-Preis ein bedeutender Wegbereiter. Ins Leben gerufen im Jahr 1970, ist dieser Preis eine Huldigung an den literarischen Beginn.

Sein vornehmliches Ziel? Debütautorinnen und -autoren auf ihrer Reise zu begleiten, damit sie nach dem ersten Roman ohne finanzielle Sorgen fortschreiten können. Mit einem großzügigen Preisgeld von 20.000 Euro ist der Mara-Cassens-Preis der höchstdotierte Preis für Romandebüts in Deutschland. Er ermutigt Autoren und Autorinnen, trotz möglicher anfänglicher Hindernisse, weiterzuschreiben.

Die Jury des Mara-Cassens-Preises, bestehend aus 15 leidenschaftlichen Leserinnen und Lesern, Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins, hat sich für Sie auf diese literarische Reise begeben. Sie hat 70 Einsendungen gelesen, diskutiert und bewertet, um den besten Erstlingsroman zu ermitteln.

Die Preisverleihung ist ein Fest, das die Bedeutung des literarischen Anfangs zelebriert. Gefeiert wird an diesem Abend Dana Vowinckel!

Für ihren Roman »Gewässer im Ziplock«, erschienen im August 2023 bei Suhrkamp, erhält Dana Vowinckel den Mara-Cassens-Preis 2023. Aus der Begründung der Jury: »Dana Vowinckel ist eine beeindruckende Autorin, die einen vielschichtigen, intelligenten Roman geschrieben hat, der weit mehr als eine einzige Geschichte erzählt. Sie schreibt ruhig und unaufgeregt über eine Familie, über Heimweh und Unterwegssein, denkt über Zugehörigkeit, Herkunft, Schmerz sowie Fremdheit nach und beschreibt dabei unsere von Vorurteilen und Antisemitismus durchdrungene Gesellschaft. Als Lesende folgen wir den Ver- und Entwicklungen gern, die Charaktere verschiedener Generationen sind mit großer Empathie und gleichzeitig auf Basis von profundem, überzeugendem Detailwissen ausgearbeitet. Diese jüdische Familiengeschichte reflektiert die Vielfalt und Komplexität jüdischen Lebens in Deutschland oder in Auseinandersetzung mit Deutschland – aus der Zeit vor dem 7. Oktober 2023. Dabei geht es der Autorin nicht um Erklärungen, sondern um das Erzählen. Gekonnt inszeniert der Roman seine Figuren mittels einer Sprache, die gleichzeitig lebendig, erfrischend authentisch sowie voller kultureller und intellektueller Zitate und Anspielungen ist. Mit kunstvoller Selbstverständlichkeit wird der Text mit hebräischen und englischen Passagen durchsetzt. ›Gewässer im Ziplock‹ ist ein Roman für unsere Zeit – von einer Autorin, die am Anfang einer verheißungsvollen Schreibkarriere steht.«

Grußwort: Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien
Laudatio: Marie Schmidt

Link zum kostenfreien Livestream

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg sowie der Mara und Holger Cassens Stiftung

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Informationen
Datum
Mittwoch, 10.1.2024
Zeit
19.00 Uhr
Eintritt
Eintritt frei
Ort
Literaturhaus

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