19.1.

Judith Zander – Im Livestream

liest aus ihrem neuen Roman »Johnny Ohneland«

Judith Zander debütierte 2010 mit ihrem Roman »Dinge, die wir heute sagten«, errang auf Anhieb den 3 sat-Preis im Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig ausgebildet beweist sie sich in der Folge auch in Lyrik und Übersetzung als großer Sprachfähigkeit mächtig, sodass Denis Schecks Urteil, Zanders neuer Roman sei »Magie, wie sie nur große Literatur leisten kann«, kaum verwundert.

Der im selbstreflexiven Du verfasste Text »Johnny Ohneland« (dtv) spannt seinen Bogen von der Hauptfiguren Kindheit in der ostdeutschen Provinz hin zum Studium in Finnland über den Aufenthalt in Australien. Er seziert ein junges Bewusstsein im Versuch, Form zu finden und Form zu verwehren. Joana, a girl named Johnny, du »wolltest natürlich normal sein, aber natürlich ohne so sein zu müssen wie die anderen. Deine Aspirationen rannten schon immer mit Vorliebe in Richtung Unmöglichkeit. Alles andere war nicht akzeptabel. Alle anderen Rennstrecken sahen einfach unzumutbar langweilig aus. Zu bevölkert und ausgetreten.« Beide Geschlechter lieben, beide Geschlechter sein – von einem fluiden Leben als moderner Orlando, der sich an eingebläuten Lebensweisheiten abmüht, die sich zergliedern lassen, wie die Familie und das Land selbst, aus denen sie kommen, davon erzählt Zanders poetischer Wende- und Reiseroman.

Moderation: Insa Wilke

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung nicht mit Publikum im Saal, sondern per Livestream realisiert. 

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Informationen
Datum
Dienstag, 19.1.2021
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 4,–
Ort
Literaturhaus

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