11.3.

Jonathan Coe

stellt seinen Roman »Middle England« vor

»Niemand hat damit gerechnet. Niemand war darauf vorbereitet. Niemand weiß, was ein ›Brexit‹ eigentlich ist. Niemand weiß, wie das geht.«

Als die Ehetherapeutin Sophie und Ian bittet, die Wut über die gegensätzliche Haltung ihres Partners beim EU-Referendum zu erklären, sind die Antworten der jungen Eheleute keinesfalls politischen Inhalts. Die Therapeutin bringt mit ihrer Beobachtung die Verstrickung von Politischem und Privatem auf den Punkt: »Als wäre es beim Referendum gar nicht um Europa gegangen. Vielleicht ging es ja um etwas viel Grundlegenderes und Persönlicheres. Weswegen es möglicherweise ein schwer zu lösendes Problem ist.«

Mit »Middle England« (Folio; Übersetzung: Cathrine Hornung und Dieter Fuchs) entwirft Jonathan Coe einen Gesellschaftsroman, der die letzten zehn Jahre politischer Bewegung in Großbritannien aufgreift, witzig und klug von englischen Werten und einer Sehnsucht nach Englishness erzählt und dabei ländliche Tradition aufgeschlossenem Großstadtleben gegenüberstellt.

Jonathan Coe, 1961 geboren in Lickey bei Birmingham, lebt seit den 1980er-Jahren in London. Coe zählt zu den renommiertesten britischen Autoren seiner Generation und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Sein international erfolgreichster Roman »Allein mit Shirley« wurde in 16 Sprachen übersetzt.

Moderation: Julika Griem
Deutsche Lesung: Stephan Benson

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Informationen
Datum
Mittwoch, 11.3.2020
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 14,–/10,–
Ort
Literaturhaus

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14,–/10,–
Ort:
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