20.3.

Alan Hollinghurst

stellt seinen Roman »Die Sparsholt Affäre« vor

Schön, athletisch und nach seinem Kriegseinsatz geradezu gierend wird der junge David Sparsholt fast unwissend zum Jahrzehnte umspannenden Fixpunkt einer Gemeinschaft von Künstlern und Literaten, die am College in Oxford ihren Ursprung hat. Es sind die 1940er-Jahre, in denen das nah gelegene London vom Blitzkrieg und Stromausfällen gebeutelt wird und im schmalen Lichtkegel der Taschenlampen so manche nächtliche Begegnung ihre klare Kontur verliert. Auch Evert Dax verfällt Sparsholt sofort – ungelenk und fieberhaft –, der sich später als heldenhafter Kampfpilot und Stahlma­gnat, schließlich vor allem aber durch sein Vergehen einen öffentlichen Namen macht. Sein Sohn Jonathan wird, sehr viel feinfühliger und als Porträtmaler tätig, wenngleich optisch genauso auffällig, das Stigma immer zu verdecken versuchen. Sein Begehren und seine Rolle als Vater werden bereits auf einem ganz anderen Bewertungsfeld fußen.

Alan Hollinghurst, 2004 für den Roman »Die Schönheitslinie« mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet, wird als einer der wichtigsten lebenden Autoren Großbritanniens gehandelt. Mit »Die Sparsholt Affäre« (Blessing; Übersetzung: Thomas Stegers) beweist er, wie genau er seine Figuren zu zeichnen und ganz nebenbei in den kulturellen und sozialen Revolutionen des 20. Jahrhunderts zu verorten weiß. »Cicero« bescheinigt ihm, »das schönste Englisch der Welt« zu schreiben.

Moderation: Susanne Weingarten
Deutsche Lesung: Julian Greis

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Informationen
Datum
Mittwoch, 20.3.2019
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,–
Ort
Literaturhaus

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Eintritt:
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Ort:
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