22.1.

Michael Göring

liest aus seinem neuen Roman »Hotel Dellbrück«

Dezember 1938: Sigmund, 15 Jahre alt, sitzt im Zug nach England. Sigmund ist Jude, Waisenkind, aufgewachsen im Hotel Dellbrück, dem Bahnhofshotel einer westfälischen Kleinstadt. Mit dem Kindertransport kommt er nach Cornwall, wo er von einem methodistischen Ehepaar aufgenommen wird. Hier überlebt er den Krieg und den Holocaust, studiert und wird Lehrer. 1949 entscheidet sich Sigmund für die Rückkehr nach Deutschland. Er unterrichtet an derselben Schule, an der er zwölf Jahre zuvor als »Judenlümmel« schikaniert wurde. Sigmund heiratet Maria, die Tochter des Hoteliers Tono Dellbrück, mit der er vor seiner Flucht nach England aufgewachsen ist. Doch Sigmund fällt es schwer, im Nachkriegsdeutschland heimisch zu werden. Auch sein Sohn Friedemann, der 1955 auf die Welt kommt, ist lange auf der Suche nach Heimat und Bindung. Als er 2018 auf Besuch in Deutschland vor dem Hotel steht, ist es ein Flüchtlingswohnheim …

Michael Göring, der Vorsitzende der Hamburger ZEIT-Stiftung, greift in seinem vierten, bei Osburg erschienenen Roman erneut zu großen Themen und erzählt sie spannend, einfühlsam und mit leichter Hand. Wo findet man Heimat? Wie meistert der Einzelne die Sehnsucht nach Spiritualität und Bindung?

Moderation: Rainer Moritz

Kulturpartner NDR Kultur

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Informationen
Datum
Dienstag, 22.1.2019
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,–
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Eintritt:
90,– pro Klasse
Ort:
Literaturhaus