4.12.

Philosophisches Café

Thema: Die Facebook-Gesellschaft und die stummen Medien Gast: Roberto Simanowski

»Der Computer verschwindet umso mehr, je präsenter er wird und je intuitiver sein Interface ist. Die Allgegenwärtigkeit macht sie selbst als Apparate, die sich zwischen uns und die Welt schieben, unsichtbar. Um sie sichtbar zu machen, muss man einen Schritt zurücktreten.«

Haben wir eine Universalmaschine in der Tasche oder eine Universalprothese? Sieben Milliarden Smartphones soll es auf dem Globus geben. Was für ein Ding streicheln, besprechen, und ja, lieben viele Menschen? Würden sie eher auf ihr Wahlrecht verzichten oder auf das Handy? Roberto Simanowski hat in »Facebook-Gesellschaft« und zuletzt in »Stumme Medien« (Matthes & Seitz) den »numerischen Populismus, den Facebook uns gebracht« hat, aufgeklärt. Er lehrt in Basel, Rio und Hongkong und ist Gründer von »Dichtung digital – Journal für Kunst und Kultur digitaler Medien«. Wird das klassische Ideal der Vita aktiva, des tätigen Lebens, von einer neuartigen Vita passiva gefressen? Simanowski stellt diesem Sog ein emphatisches Konzept von Bildung entgegen.

»Kritik als Tugend: Tugend des Misstrauens, die im Selbstverständlichen das Nicht-Zwangsläufige aufdeckt und möglicherweise Alternativen im scheinbar Alternativlosen anzeigt. Die Tugend der Kritik liegt in der Entautomatisierung: von Denkweisen und Handlungsprozeduren sowie von jenen ›stummen Praktiken‹, die sich aus den technischen, institutionellen und politischen Dispositionen ergeben.«

Gastgeber: Reinhard Kahl

Text zur Vorbereitung (PDF)

Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum

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Informationen
Datum
Dienstag, 4.12.2018
Zeit
19.00 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,–
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Eintritt:
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Ort:
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Datum:
6.8.2019
Zeit:
19.30
Uhr
Eintritt:
14,–/10,–
Ort:
Literaturhaus