22.5.

Ralf Rothmann

liest aus seinem neuen Roman »Der Gott jenes Sommers«

Anfang 1945. Die letzten Monate des Krieges. Die zwölfjährige Luisa Norff entflieht zusammen mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester den Bomben des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Land vor Kiel findet sie sich in einer Art Zwischenraum wieder, auf dem Gutshof erscheint der Krieg in weiter Ferne und doch so nah. Die Bomben der Alliierten fallen hier nicht und immer mehr Flüchtlinge versuchen auf dem Hof unterzukommen. Luisa lebt in einer falschen Freiheit, in der sie sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren kann, während Kiel in der Ferne brennt. In dieser vermeintlich sicheren Umgebung stellt Luisa sich die Fragen des Lebens, bis der Krieg sie doch einholt. In »Der Gott jenes Sommers« (Suhrkamp) hat sich Ralf Rothmann ein weiteres Mal eindrucksvoll der Zeit kurz vor Ende des Krieges angenommen. Wie schon »Im Frühling sterben« setzt sich sein neuer Roman mit Schicksalen am Rande des Krieges auseinander. Die düstere Geschichte schildert gekonnt Luisas Schicksal auf dem Gutshof, von dem bereits im Vorgängerroman die Handlung ausging.

Ralf Rothmann, 1953 in Schleswig geboren, wurde für seine Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis 2017 und dem Kleist-Preis 2017. Sein Roman »Junges Licht« wurde 2016 verfilmt. »Im Frühling sterben« wurde in 25 Sprachen übersetzt.

Moderation: Joachim Dicks

Eine gemeinsame Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Hamburg

Teilen
Informationen
Datum
Dienstag, 22.5.2018
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,– /8,–
Ort
Literaturhaus

nächste Termine

Illustration © Kathleen Bernsdorf
28.5.
ab 6
Datum:
28.5.2018
Zeit:
15.00
Uhr
Eintritt:
Eintritt frei
Ort:
Literaturhaus
Simon Spruyt © privat
28.5.
Datum:
28.5.2018
Zeit:
19.00
Uhr
Eintritt:
12,– /6,– Kombiticket für alle Abende: € 35,–/ 20,–
Ort:
Literaturhaus
Uli Oesterle © Berthold Leibinger Stiftung
29.5.
Datum:
29.5.2018
Zeit:
12.00–18.00
Uhr
Eintritt:
20,–
Ort:
Literaturhaus