15.5.

Matthias Politycki

spricht über sein Schreiben, seine »Sämtlichen Gedichte« und liest daraus

»So realiengetränkt wie Politycki« schreibe kein anderer deutscher Gegenwartsautor, beschied schon im Jahr 2000 ein Mann, der es wissen muss: der Literaturkritiker Denis Scheck. Seit vielen Jahren brilliert der 1955 geborene und vor allem in Hamburg lebende Matthias Politycki auf vielen Terrains: mit Essays, Romanen (»Weiberroman«, »Samarkand Samarkand«) und immer wieder mit unkonventionellen, vor Ideen sprühenden und zudem höchst lesbaren Gedichtbänden, deren Verse nichts Verzopftes, nichts Kopfgeburtiges und nichts Wichtigtuerisches an sich haben.

Die mit einem Nachwort des Germanisten Wolfgang Frühwald versehenen »Sämtlichen Gedichte 2017–1987« (Hoffmann und Campe) legen den Blick frei auf ein imposantes lyrisches Werk aus dreißig Jahren. Sonette stehen neben konkreter Poesie, Haikus oder Balladen und werfen treffsicher Schlaglichter auf die Liebe, den Tod und die vermeintlichen Banalitäten des Alltags. Vom rätselhaften Germknödelparadigma bis zum lässigen Botswana-Blues nehmen sie den Leser mit auf eine Reise zwischen Heimatkunde und Weltweisheit.

Erleben Sie Matthias Politycki, wie er – im Gespräch mit Rainer Moritz – über die Literatur und das Leben räsoniert, wie er ausgewählte Gedichte vorträgt und vermutlich Weggefährten an diesem Abend dazu ermuntert, zu Politycki-Rezitatoren zu werden. Und das alles, wie gesagt, höchst »realiengetränkt«.

Kulturpartner NDR Kultur

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Informationen
Datum
Dienstag, 15.5.2018
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,– /8,–
Ort
Literaturhaus

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