12.4.

Heinz Bude

»Adorno für Ruinenkinder« – Heinz Bude stellt »eine Geschichte von 1968« vor, im Gespräch mit Simon Strauß

Fünfzig Jahre 1968, fünfzig Jahre Studentenbewegung, fünfzig Jahre »Tod der Literatur«, fünfzig Jahre Muffentfernung von den Talaren – Anlass genug für die Verächter und Lobredner dieser einschneidenden Ära bundesrepublikanischer Geschichte, sich zu Wort zu melden und historische Wahrheit zu beanspruchen.

Der 1954 geborene, in Berlin lebende und in Kassel lehrende Soziologe Heinz Bude, wohl einer der genauesten Seismographen unserer gesellschaftlichen Veränderungen, fragt: Was steckte wirklich hinter der Revolte? Und er zieht in »Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968« (Hanser) nüchtern Bilanz – und spricht darüber mit dem 1988 geborenen Simon Strauß, Feuilletonredakteur der »Frankfurter Allgemeinen«.

Bude hat mit Männern und Frauen gesprochen, die damals dabei waren. Gemeinsam ist ihnen der Aufbruch aus der Kindheit zwischen Ruinen in eine Welt des befreiten Lebens. Aber Adorno gab ihnen auf den Weg, dass es einem umso schwerer wird, sich in der Gesellschaft nützlich zu machen, je mehr man von der Gesellschaft versteht. Mit einer trostlosen Vergangenheit im Rücken wollten sie die Gesellschaft verändern, um ein eigenes Leben zu finden. Fünfzig Jahre nach der Revolte ist es an der Zeit zu verstehen, wie viel Privates seinerzeit das Politische bewegte.

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Informationen
Datum
Donnerstag, 12.4.2018
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 14,– /10,–
Ort
Literaturhaus

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Ort:
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Ort:
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