4.4.

Johann Scheerer

liest aus seinem Buch »Wir sind dann wohl die Angehörigen. Die Geschichte einer Entführung«

»Wir müssen jetzt gemeinsam ein Abenteuer bestehen. Jan Philipp ist entführt worden.« Als Johann Scheerer diese Worte hört, ist er gerade 13, die Frau, die jetzt neben seinem Bett sitzt und die Worte spricht, die das Leben des Teenagers so jäh erschüttern, ist seine Mutter. Beide ahnen zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Entführung Jan Philipp Reemtsmas – Hamburger Literaturwissenschaftler, Autor, Mäzen und Vater von Johann Scheerer – als einer der spektakulärsten deutschen Kriminalfälle in die Geschichte eingehen wird. Insgesamt 33 Tage bleibt Reemtsma in der Hand der Entführer, eingesperrt in einem Kellerverlies. Gegen ein Lösegeld von 30 Millionen DM kommt er schließlich frei. Reemtsmas Geschichte ist bekannt, 1996 füllt sie die Seiten der Gazetten, Jahre später verarbeitet er die traumatischen Erlebnisse in einem Buch (»Im Keller«). Die Perspektive des Sohnes dagegen ist neu. In »Wir sind dann wohl die Angehörigen« (Piper) spricht Johann Scheerer erstmals über die quälenden Tage der Ungewissheit, den schmalen Grat zwischen Hoffen und Bangen, während das eigene Haus bald einer polizeilichen Einsatzzentrale gleicht.

Johann Scheerer ist 35 Jahre alt. Mit seinen Tonstudios »Rekordbox« und »Clouds Hill Recordings« hat er sich als Musikproduzent (unter anderem von Rocko Schamoni und Peter Doherty) in Hamburg und darüber hinaus einen Namen gemacht. Mit »Wir sind dann wohl die Angehörigen« betritt er zum ersten Mal literarisches Terrain.

Moderation: Martin Doerry

Zusatztermin am Montag, 7.5.2018, 19.30 Uhr

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Informationen
Datum
Mittwoch, 4.4.2018
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,– /8,–
Ort
Literaturhaus

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