10.5.

Claudio Magris

stellt seinen neuen Roman »Verfahren eingestellt« vor

Für sein »Kriegsmuseum zum Zwecke des Friedens« sammelt ein Mann in Triest jahrelang Kriegsgeräte und Erinnerungsstücke. Das Museum wird bei einem Brand zerstört, wichtige Notizbücher verschwinden, der Mann stirbt. Jahre später versucht sich die jüdisch-afro­amerikanische Luisa an der Planung einer Neueröffnung des Museums. Dabei stößt sie auf die vergessene Geschichte ihrer Vorfahren zwischen Diaspora und Sklaverei, und auch auf die Geschichte des einzigen Konzentrationslagers in Italien San Sabba. Doch nicht alle wollen die Erinnerungen an die Vergangenheit am Leben erhalten: Die damaligen Verbrechen wurden vertuscht, die Verfahren eingestellt ... Gestützt auf eine wahre Geschichte hat Claudio Magris mit »Verfahren eingestellt« (Hanser; Übersetzung: Ragni Maria Gschwend) ein gewaltiges Epos geschrieben.

Der italienische Autor Claudio Magris, 1939 in Triest geboren, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Deutsche Sprache und Literatur in Triest und Turin. Für sein Buch »Die Welt en gros und en détail« erhielt er 1997 den wichtigsten italienischen Literaturpreis Premio Strega. Für sein Werk wurde er mit weiteren renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem 2001 mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung und 2009 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Moderation: Joachim Dicks

Deutsche Lesung: Stephan Benson

Eine gemeinsame Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Hamburg

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Informationen
Datum
Mittwoch, 10.5.2017
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 14,–/10,–
Ort
Literaturhaus

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Illustration © Kathleen Bernsdorf
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ab 6
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Uhr
Eintritt:
Eintritt frei
Ort:
Literaturhaus
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28.5.
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28.5.2018
Zeit:
19.00
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29.5.2018
Zeit:
12.00–18.00
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Ort:
Literaturhaus