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27.11.

Nordische Literaturtage (IS) – Einar Kárason und Jón Gnarr

stellen ihre Bücher »Die Sturlungen« und »Der Outlaw« vor

Island, Mitte des 13. Jahrhunderts: Zwei rivalisierende Familienclans kämpfen um die Vorherrschaft; blutige Gemetzel und politische Intrigen sind an der Tagesordnung. Das Zeitalter der Sturlungen war das finsterste Kapitel der isländischen Geschichte und läutete das Ende der Wikingerära ein. Beinahe fünfzehn Jahre hat sich Einar Kárason mit den historischen Dokumenten der »Sturlunga-Saga« beschäftigt. Nun setzt er dieser Epoche ein Denkmal. In »Die Sturlungen« (btb; Übersetzung: Kristof Magnusson) sind nun erstmals die international hochgelobten Romane »Feindesland« und »Versöhnung und Groll« in einem Band erschienen.

Jón Gnarr ist Komiker, Punkmusiker, Schriftsteller – und war Bürgermeister von Reykjavík. Seine Autobiografie »Der Outlaw« (Tropen; Übersetzung: Tina Flecken) ist Zeugnis einer düsteren Teenagerzeit. Er verbringt sie in einem Internat für schwer erziehbare Jugendliche. Von der Außenwelt abgeschnitten gerät er in ein System institutionalisierten Unrechts. Doch in seiner Verzweiflung ­findet der Heranwachsende die Ideale, für die er später vehement eintreten wird: Er bekämpft Ungerechtigkeit, wendet sich gegen Gewalt und entdeckt die Ideen des Anarchismus.

Moderation: Kristof Magnusson
Deutsche Lesung: Stephan Benson

 

Einar Kárason
Einar Kárason, geboren 1955, ist einer der wichtigsten Autoren der skandinavischen Gegenwart. Berühmt wurde er durch seine Trilogie »Die Teufelsinsel«, »Die Goldinsel« und »Das Gelobte Land«. Sein Roman »Sturmerprobt« stand auf der Shortlist des Nordischen sowie des Isländischen Literaturpreises. Für »Versöhnung und Groll« erhielt er den Isländischen Literaturpreis. Kárason lebt in Reykjavík.

Jón Gnarr
Jón Gnarr wurde 1967 in Reykjavík als Sohn eines Polizeibeamten geboren. Mit 19 Jahren schrieb er seinen ersten Roman. Bekannt wurde er als Bassist einer Punkrockband; er wirkte in mehreren Filmen und Talkshows mit. Bei der Kommunalwahl 2010 erzielte seine Partei »Besti flokkurinn« die meisten Stimmen und er wurde neuer Oberbürgermeister von Reykjavík. Dieses Amt bekleidete er bis zum Sommer 2014. Er selbst bezeichnet sich weiterhin als Anarchist.

Kristof Magnusson
Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman »Zuhause« (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Romane »Das war ich nicht« und »Arztroman« waren Bestseller. 2011 erschien seine »Gebrauchsanweisung für Island«. Die Verfilmung seiner Komödie »Männerhort« kam im Oktober 2014 in die Kinos. Für seine Übersetzungen erhielt er 2016 den Jane-Scatcherd-Preis.

Stephan Benson
Stephan Benson wurde 1964 geboren. Nach Theaterengagements unter anderem am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Zürich und am Hamburger Thalia Theater lebt er heute als freischaffender Künstler in Hamburg. Seither ist er als Schauspieler in Serien, Krimi-Reihen und Fernsehfilmen ebenso zu sehen wie in Film- und Theaterproduktionen. Benson ist außerdem Hörbuch- und Synchronsprecher sowie Interpret bei literarischen Veranstaltungen. Er gab seine Stimme unter anderem Kenneth Branagh, Billy Bob Thornton, Jon Hamm, Bernard Campan, Josh Lucas und Daniel.

Mit freundlicher Unterstützung des Icelandic Literature Center Medienpartner NDR Info, Kulturpartner NDR Kultur

Informationen
Datum
Montag, 27.11.2017
Zeit
20.00 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,– Festivalticket € 50,– /35,–
Ort
Literaturhaus

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Eintritt:
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Zeit:
9.30/11.00
Uhr
Eintritt:
Eintritt frei
Ort:
Literaturhaus