23.6.

Karl Heinz Bohrer

stellt sein neues Buch »Jetzt« vor

Karl Heinz Bohrer gilt als einer der streitbarsten deutschen Intellektuellen. Wann immer er in den letzten Jahrzehnten das Wort ergriff, meist in direkter Konfrontation mit dem Mainstream, die höchste Aufmerksamkeit, häufig auch Erregung seiner Zeitgenossen war ihm sicher. Als Leiter des Literaturteils der »FAZ« im eigenen Haus umstritten, als Herausgeber des »Merkur« für Reaktionsschnelligkeit und kühne Thematik berüchtigt, als Hochschullehrer eine Gegenfigur der Linken, als Wissenschaftler mit seiner zentralen Theorie der Plötzlichkeit eine Herausforderung für alle, die es gewohnt sind, sich geschichtsphilosophische Sinnhorizonte zurechtzubiegen.

In neun Kapiteln spannt Bohrer mit »Jetzt« (Suhrkamp) den Bogen seiner Lebensgeschichte seit den späten 60er-Jahren: vom Konflikt mit der »FAZ« und seiner Freundschaft mit Ulrike Meinhof über die realistisch-hochsubjektiven Erfahrungen seiner langjährigen Aufenthalte und universitären Engagements in Frankreich, England, den USA bis hin zum kompromisslosen Rundumblick auf die augenblickliche Lage. Scharf geschnittene Porträts von Weggefährten und Freunden, erbitterten Gegnern und geliebten Frauen wechseln mit intellektuellen Abenteuern und erotischen Eskapaden. Es ist die Sucht nach Fremdheit und Differenz, die den Erzähler vorantreibt, unbeirrbar in seiner Erwartung, dass die banale Gegenwart umschlägt in das fantastische Jetzt.

In Kooperation mit der Freien Akademie der Künste

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Informationen
Datum
Freitag, 23.6.2017
Zeit
19.00 Uhr
Eintritt
€ 10,–/7,–
Ort
Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23

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