18.4.

Olga Grjasnowa

liest aus ihrem neuen Roman »Gott ist nicht schüchtern«

Amal betreibt ihre Schauspielkarriere mit Leidenschaft, geht auf Partys, trinkt viel Wein und genießt die Wochenenden in der Villa ihres Vaters. Hammoudi will nur kurz seinen Pass verlängern lassen und dann zurück nach Paris, zu seiner Freundin Claire, zu seiner ersten Stelle als Chirurg. Beide könnten genauso gut in London, New York oder Hamburg leben – tatsächlich leben sie aber in Damaskus.

Olga Grjasnowa nimmt in ihrem dritten Buch »Gott ist nicht schüchtern« (Aufbau) wieder Menschen mit zerfaserten, gebrochenen Lebensläufen unter die Lupe. Amal und Hammoudi gehören der reichen, westlich geprägten Oberschicht an und sehnen sich nach Freiheit vom totalitären System der Assad-Dynastie. Mit dem Beginn des »Arabischen Frühlings« scheint diese Freiheit kurz zum Greifen nahe – bis Amal und Hammoudi ihre Zukunft im Grauen des syrischen Bürgerkrieges begraben sehen. Es beginnt eine Leidensgeschichte zwischen Flucht und Ausharren, Hoffnung und Verzweiflung, die schließlich bis nach Berlin führt.

Olga Grjasnowa, die mit ihrem Debütroman »Der Russe ist einer, der Birken liebt« einiges Aufsehen erregt hat, schreibt intensiv und nah darüber, was es heißt, wenn plötzlich da Krieg herrscht, wo man gestern noch träumen konnte – und was einen Menschen dazu bringt, zu fliehen.

Moderation: Richard Kämmerlings

Kulturpartner NDR Kultur

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Informationen
Datum
Dienstag, 18.4.2017
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 10,–/6,–
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Eintritt:
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Ort:
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Zeit:
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Uhr
Eintritt:
80,– pro Klasse
Ort:
Literaturhaus