8.11.

Donald Ray Pollock

stellt seinen Roman »Die himmlische Tafel« vor

Die Oststaaten, kurz vorm amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg. Pearl Jewett will sich durch irdische Armut einen Platz an der himmlischen Tafel verdienen – die drei Söhne darben mit ihm. Nachdem der Vater buchstäblich an dem Dreck, den die Familie zu fressen hat, verendet, entscheiden sich die Brüder für ein radikales Dasein im Diesseits: Plündernd und mordend schlagen sie sich durchs Land. Zeitgleich wird Ellsworth Fiddler von einem Trickbetrüger um sein Geld gebracht. Ganz unten angekommen, kreuzt sein Weg den der schießwütigen Jewett-Brüder ... Erbarmungslos derb, brutal realistisch und von tragischer Komik zeichnet Pollock in »Die himmlische Tafel« (Liebeskind; Übersetzung: Peter Torberg) ein Sittengemälde seiner Heimat – und kracht damit in die aktuelle Debatte um Moral in Mitten einer von Gewalt, Rassismus und Armut gezeichneten Gesellschaft. Auch darum wird Donald Ray Pollock als eine »der aufregendsten literarischen Stimmen Amerikas« (»Die Zeit«) gefeiert.

Pollock, geboren 1954 in Ohio, Schulabbrecher, arbeitete erst auf einem Schlachthof, dann als Fabrikarbeiter und Lastwagenfahrer. Ende der 80er-Jahre holte er seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. Sein Romandebüt »Das Handwerk des Teufels« wurde 2013 mit dem Grand prix de littérature policière und dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

Moderation: Daniel Haas
Deutsche Lesung: Stephan Benson

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Informationen
Datum
Dienstag, 8.11.2016
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,-/8,-
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Uhr
Eintritt:
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Eintritt:
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Uhr
Eintritt:
Eintritt frei
Ort:
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