26.10.

Shumona Sinha

stellt ihr neues Buch »Kalkutta« vor

Anlässlich der Einäscherung ihres Vaters kehrt die in Paris lebende Trisha nach Kalkutta zurück. Das leerstehende Elternhaus, die Spuren auf den Gegenständen schicken sie nicht nur auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie, sondern auch durch die bewegte Geschichte ihrer Heimat, zu ihrem kulturellen Ursprung. In der Küche die hohe, vom Vater eigenhändig verputze Arbeitsfläche, die die Hausangestellten urplötzlich nicht nur in die Senkrechte, sondern auch in die moderne Zeit zwang. Auf dem Dachboden die rote, eingestaubte Decke und die Erinnerung daran, wie Trisha eines Nachts den Vater einen Revolver darin verstecken sah. Erzählerisch raffiniert verbinden sich so Generationenroman und ein politisch-kulturelles Panorama Westbengalens.

Nach dem Erfolg ihres zornigen Romans »Erschlagt die Armen!« findet Shumona Sinha in »Kalkutta« (Edition Nautilus, Übersetzung: Lena Müller) zu einer Sprache der Zärtlichkeit. Dabei scheint die Ähnlichkeit zwischen Erzählerin und Autorin kein Zufall zu sein. Sinha wurde 1973 als Tochter politisch progressiver Eltern in Kalkutta geboren und lebt seit 2001 in Paris. 2016 wurde sie für »Erschlagt die Armen!« mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Nur kurz vor dem Erscheinen verstarb ihr Vater – ihm und der kulturellen Vielfalt Kalkuttas verdanke sie, wer sie heute sei, so Sinha.

Moderation: Christoph Vormweg
Deutsche Lesung: Franziska Herrmann

Mit freundlicher Unterstützung des Institut Français

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Informationen
Datum
Mittwoch, 26.10.2016
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,-/8,-
Ort
Literaturhaus

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Zeit:
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Eintritt:
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Eintritt:
Eintritt frei
Ort:
Literaturhaus