11.4.

JULI ZEH

stellt ihren großen Gesellschaftsroman »Unterleuten« vor

»Sie kommen von außerhalb. Sie wissen gar nicht, wo Sie sind.«

Die Idylle trügt. Im Dorf Unterleuten in Brandenburg ist man sich nicht grün. Alteingesessene Dorfbewohner und zugezogene Stadtflüchtlinge aus Berlin, Alte und Junge, Wendegewinner und Wendeverlierer stehen einander unversöhnlich gegenüber. Sie tyrannisieren einander mit der strikten Durchsetzung von Naturschutzvorschriften, permanenter Müllverbrennung an der Gartengrenze oder greifen gleich zum Krückstock. Als der Bau eines Windparks in unmittelbarer Nähe des Dorfes droht, eskalieren lang unterdrückte Konflikte. Durch einen geschickten Wechsel der Erzählperspektive offenbart Juli Zeh Beziehungsfäden und Verstrickungen der kleinen Dorfgemeinschaft, die vielmehr eine Zweckgemeinschaft aus Einzelkämpfern darstellt. Spannend wie ein Thriller thematisiert der Roman virulente Fragen unserer Zeit wie die Moral jenseits des eigenen Interesses: Woran glauben wir? Warum geschieht etwas Schreckliches, obwohl alle nur das Beste wollen?

»Unterleuten« (Luchterhand) heißt der große Gesellschaftsroman der 1974 in Bonn geborenen Juli Zeh. Bereits der Debütroman »Adler und Engel« der promovierten Juristin und engagierten Gesellschaftskritikerin war ein großer Erfolg. Mittlerweile sind ihre vielfach ausgezeichneten Romane in 35 Sprachen übersetzt. 2015 erhielt Juli Zeh den Hildegard-von-Bingen-Preis und 2014 den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis.

Moderation: Joachim Dicks

Eine gemeinsame Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Hamburg

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Informationen
Datum
Montag, 11.4.2016
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 14,– / 10,–
Ort
Rolf-Liebermann-Studio des NDR, Oberstraße 120

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Eintritt:
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6.12.2016
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