2.2.

EIN ABEND ÜBER HANS VON DOHNANYI

Klaus von Dohnanyi und Martin Doerry stellen Hans von Dohnanyis Briefe aus dem Militärgefängnis vor

Der aus Wien stammende Jurist Hans von Dohnanyi war 1942 der Leiter der Aktion »Unternehmen Sieben«, bei der er Juden zur Ausreise in die Schweiz verhalf. Im darauffolgenden Jahr beteiligte er sich am Attentatsversuch auf Adolf Hitler durch Henning von Tresckow und Fabian von Schlabrendorff. Sie alle stellen zentrale Figuren des militärischen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime dar. Einmal bereits 1943 inhaftiert, wurde Dohnanyi 1944 in das KZ Sachsenhausen eingeliefert und dort am 9. April 1945 ermordet.

Eine politische Karriere schlug auch sein 1928 in Hamburg geborener Sohn Klaus von Dohnanyi ein, insbesondere bekannt als Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. In Zusammenarbeit mit der Lyrikerin Ulla Hahn und dem Antisemitismusforscher Winfried Meyer veröffentlichte Klaus von Dohnanyi 2015 den Briefwechsel zwischen Vater und Familie Dohnanyi in der Deutschen Verlags-Anstalt. Der Band trägt den Titel »›Mir hat Gott keinen Panzer ums Herz gegeben‹: Briefe aus Militärgefängnis und Gestapohaft 1943-1945«. Zärtlichkeit, Mut und Hoffnung charakterisieren dieses Stück Zeitgeschichte. So schreibt Hans von Dohnanyi am 8. März 1945 an seine Frau Christine: »Das Leben, die vielen, vielen Schicksale, die in dem letzten halben Jahr an mir vorbeigezogen sind, haben es mich noch mehr gelehrt, als ich es schon wusste. Das Glück und der Reichtum meines Lebens, Du bist es, Du, Du!«

Lesung: Tilo Werner

Kulturpartner: NDR Kultur

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Informationen
Datum
Dienstag, 2.2.2016
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,–  /  8,– 
Ort
Literaturhaus

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Ort:
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