7.1.

MARA-CASSENS-PREIS

Verena Boos wird für ihren Debütroman »Blutorangen« ausgezeichnet

Für ihren ersten Roman »Blutorangen«, 2015 im Aufbau Verlag erschienen, erhält Verena Boos den mit 15.000 Euro dotierten »Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman« des Literaturhauses Hamburg.

Der Roman erzählt auf drei Zeitebenen – 1939, 1990 und 2004 – die Verstrickungen des spanischen Franco-Regimes mit dem deutschen Nationalsozialismus und deren Nachwirkungen. 50.000 Spanier, die sogenannte »Blaue Division«, kämpften während des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Wehrmacht gegen die Sowjetunion. Im Mittelpunkt des Romans steht Maite, eine junge Spanierin, die 1990 aus Valencia zum Studium nach München kommt, um der Enge ihres autoritären Elternhauses zu entfliehen. Sie verliebt sich in Carlos, dessen spanischer Großvater Antonio aus einem Zug ins KZ Mauthausen fliehen konnte, von Bauern gerettet wurde und seit Jahrzehnten auf dem Münchner Großmarkt Orangen verkauft. Bei einem Familientreffen entdeckt Maite das Foto eines Wehrmachtssoldaten und erinnert sich an ein Bildnis ihres Vaters in ähnlicher Pose. Die rebellische, aber politisch recht unbedarfte Maite beginnt, Fragen zu stellen, und konfrontiert ihre beiden Familien mit der unbequemen, lange verdrängten Wahrheit. Denn es klebt Blut an den scheinbar makellosen Orangen, mit denen ihre Familie in Valencia seit Generationen handelt.

Verena Boos wurde 1977 in Rottweil geboren und lebt in Frankfurt/Main. Sie studierte Anglistik und Soziologie in Konstanz und Glasgow und promovierte in Florenz über regionale Identitäten in Schottland und Katalonien.

Teilen
Informationen
Datum
Donnerstag, 7.1.2016
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
Eintritt frei!
Ort
Literaturhaus

nächste Termine

Lesbar © Gunter Glücklich
5.12.
Datum:
5.12.2016
Zeit:
19.30
Uhr
Eintritt:
Eintritt frei!
Ort:
Literaturhaus
Cover (Ausschnitt) © Deutscher Kunstverlag
6.12.
Datum:
6.12.2016
Zeit:
19.30
Uhr
Eintritt:
12,–/8,–
Ort:
Literaturhaus