12.11.

HARALD MARTENSTEIN

»Schwarzes Gold aus Warnemünde« – Harald Martensteins neuer Roman sagt, wie es wirklich war und ist

Günter Schabowski – Sie erinnern sich? – betritt die Bühne, Pressekonferenz im Herbst 1989. Er sagt jene berühmten, folgenreichen Worte, die wir alle kennen – oder zu kennen glauben. Denn wie so vieles in unserer Welt scheint auch das Lug und Trug gewesen zu sein. Recherchen der sehr bekannten Autoren Harald Martenstein und Tom Peuckert ergaben, was Schabowski damals wirklich verlautbarte und was uns die Lügenpresse jahrelang vorenthielt: »Soeben wird mir mitgeteilt, dass an der Ostseeküste der Deutschen Demokratischen Republik umfangreiche Erdölvorkommen entdeckt worden sind. Nach den Angaben unserer Geologen handelt es sich um die größten bisher bekannten Lagerstätten der Welt.«

Ja, genau so ist die deutsch-deutsche Geschichte des letzten Vierteljahrhunderts verlaufen, so wie sie Martenstein und Peuckert in ihrem geschickt als »Roman« getarnten Enthüllungswerk »Schwarzes Gold aus Warnemünde« (Aufbau-Verlag) präsentieren – pünktlich zur 25-Jahr-Feier des DDR-Erdöl-Sozialismus und zum Trost jener, die im verarmten Westen leben und sich dem ölgesättigten DDR-Imperium als Leiharbeiter oder Broilerberater andienen müssen.

Ein aufrüttelndes Buch, keine Frage, ein Buch, in dem auch die schöne Katarina Witt, der schlaue Gregor Gysi und der unverzichtbare Hartmut Mehdorn vorkommen. Das Autorenduo Martenstein/Peuckert, das nun ein so glanzvolles Comeback feiert, trat zuletzt 1991 auf den Plan, mit dem Cicercone »Rügen. Ein Reisebegleiter«.

Medienpartner NDR Kultur und NDR Info

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Informationen
Datum
Donnerstag, 12.11.2015
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,– /8,–
Ort
Literaturhaus

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