»15. Hamburger Ziegel«

Vor 25 Jahren, im Herbst 1992, erschien die erste Ausgabe des »Ziegel«, damals noch in den Maßen des Namenspatrons, jenes »Hamburger Ziegel«, der in vielen der Backsteinhäuser verbaut ist, die das Stadtbild der Hansestadt bis heute prägen. Über die Jahre hat der »Ziegel« unterschiedliche Formen angenommen. Mit der 15. Ausgabe des Literaturjahrbuchs präsentiert er sich erneut als Schatztruhe der Gegenwartsliteratur und ist dabei von nahezu ebenso schlanker Statur wie vor einem Vierteljahrhundert.

Der 15. »Ziegel« hat die bislang aufwendigste Spurensuche betrieben: Drei Jahrgänge des Wettbewerbs um die Hamburger Literaturförderpreise wurden gesichtet, nicht nur von den Herausgebern, sondern auch von den Preisjurys. Insgesamt waren für die Anthologie fast 800 Manuskripte auszuwerten. Die Besten der Besten stehen nun im Buch, laden an den »Anderen Ort«, so das Motto des Bandes, und damit zu einer Entdeckungsreise: Romanauszüge und Erzählungen stehen neben Gedichten, Theaterstücken, Kommentaren, Radiowerken und konkreter Poesie. Jeder Text nimmt dabei die Spur des vorangegangenen Textes auf und wirbt zu Beginn mit vergrößerter Schrift um die Gunst der Leser.

Bei der Langen Nacht der Literatur am 2. Septemeber stellen Nora Gantenbrink, Jonis Hartmann, Nefeli Kavouras und Michael Weins ihre Beiträge im Haus 73 vor. Die Herausgeberin Antje Flemming moderiert den Abend. Der Vorverkauf läuft. Weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.

Am 16. Oktober findet im Literaturhaus ein »Ziegel«-Slam statt.

»Ziegel 15. Hamburger Jahrbuch für Literatur 2017«, Hrsg. von Jürgen Abel, Antje Flemming und Wolfgang Schömel, Dölling und Galitz Verlag, 554 Seiten, 20 Farbabbildungen, Freirückenbroschur mit Fadenheftung, 11 x 22 cm, €16,80

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