07.02.2012
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montag | 15. märz 2010 | 20.00 uhr | ausverkauft!

ein irène-némirovsky-abend

Jürgen Ritte stellt Leben und Werk Irène Némirovskys vor und spricht mit ihrer Tochter Denise Epstein und ihrem Biografen Olivier Philipponnat
Judith Rosmair liest die deutschen Texte

Im August 1942 starb Irène Némirovsky im Konzentrationslager Auschwitz, neununddreißigjährig. 1919 war sie, die in Kiew geboren wurde, im Zuge der Russischen Revolution mit ihrer Familie nach Paris gekommen, wo ihr Vater als Bankier zu Reichtum kam. Irène Némirovsky studierte Literaturwissenschaft und sorgte gleich mit ihrer ersten Prosaveröffentlichung, dem 1929 erschienenen Roman „David Golder”, für Furore. Es folgten eine Reihe weiterer Romane. Wiederentdeckt wurde sie, als sich in ihrem Nachlass der 2004 erstmals publizierte und mit dem Prix Renaudot ausgezeichnete Roman „Suite française” fand. Ein Jahr später erschien das Buch auf Deutsch im Knaus Verlag, der sich seitdem engagiert um das Werk Irène Némirovskys kümmert. Ebenfalls 2005 erschien im Zsolnay Verlag die Übersetzung ihrer 1930 erschienenen Novelle „Der Ball”, einer bösen Mutter-Tochter-Farce aus dem Paris der Zwanzigerjahre. Der argentinische Komponist Oscar Strasnoy hat diese Erzählung seiner Oper „Der Ball” zugrunde gelegt, deren Uraufführung am 7. März in der Hamburgischen Staatsoper zu erleben sein wird (Libretto und Inszenierung: Matthew Jocelyn; musikalische Leitung: Simone Young).

Anlass genug, der jüdischen Schriftstellerin Irène Némirovsky einen Abend zu widmen. Der in Paris lehrende Literaturwissenschaftler Jürgen Ritte wird ihr Leben und ihr Werk skizzieren und sich mit Denise Epstein, der 1929 geborenen Tochter Némirovskys, unterhalten. Zweiter Gesprächspartner ist der Publizist Olivier Philipponnat, der zusammen mit Patrick Lienhardt die Biografie Irène Némirovskys (die im Knaus Verlag im März auf Deutsch erscheint) vorgelegt hat. Judith Rosmair liest aus „Der Ball”, dieser „genialen Novelle” (Elke Schmitter), und anderen Prosatexten Irène Némirovskys.

Karten ab 20. Februar in der Buchhandlung Samtleben und allen bekannten Vorverkaufsstellen

Eine Kooperation mit der Hamburgischen Staatsoper und dem Institut français de Hambourg.

Eintritt: 10,-/8,-/6,-
ausverkauft

Ort: Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg

 
  • Fotos: Roger Viollet, Karin Rocholl Fotos: Roger Viollet, Karin Rocholl
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