Mi 03.03., 20.00 Uhr
literatursoiree: ingo schulze
Fotos: NZZ, Berlin Verlag
Andreas Isenschmid trifft Ingo Schulze. Ein Gespräch
Wo Monat für Monat Autorinnen und Autoren ihre druckfrischen Neuerscheinungen präsentieren und wo leidenschaftlich über aktuelle Strömungen der Literaturen debattiert wird, da tut es mitunter gut, sich aus dem immer schneller rotierenden Literaturbetrieb zu entfernen, die Langsamkeit wiederzuentdecken und über grundsätzliche ästhetische Fragen nachzudenken. Die neue Reihe „Literatursoiree” will einen solchen Raum schaffen. Philologen, Literaturkritiker oder Schriftsteller treten hier auf die Bühne, um die Grundfragen der Literatur in ein neues Licht zu rücken und Zusammenhänge herzustellen, für die das Feuilleton immer weniger Platz zur Verfügung stellt. Unkonventionalität ist dabei gefragt – und der Mut, festgefahrene Bahnen zu verlassen und den Eigensinn des Literarischen zu stärken.
Moderator der „Literatursoiree” ist der Berliner Literaturkritiker Andreas Isenschmid. Als seinen zweiten Gast begrüßt er im März den 1962 geborenen Autor Ingo Schulze, dessen jüngster Roman „Adam und Evelyn“ 2008 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Er ist einer der feinsten literarischen Chronisten der Wende von 1989. Dass man von ihm politisch unendlich viel lernen kann, ist bekannt: Schulze ist als politischer Essayist so gefragt wie als Romancier. 2009 erschien im Berlin Verlag der Sammelband „Was wollen wir?” mit Essays, Reden und Wortmeldungen Schulzes zu Literatur und Gesellschaft. Etwas weniger herumgesprochen hat sich, welch virtuoses Spiel Schulze in seinem Schreiben mit den stilistischen und formalen Beständen der literarischen Tradition Deutschlands, aber nicht nur Deutschlands treibt. Wie wirken politischer Gegenwarts- und literarischer Traditionsbezug zusammen? Das ist nur eine der Fragen, die Andreas Isenschmid im zweiten der Hamburger Gespräche übers Schreiben mit Ingo Schulze erörtern wird.
Karten ab 20. Februar in der Buchhandlung Samtleben und allen bekannten Vorverkaufsstellen
Mit Unterstützung der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Mi 03.03. 20.00 Uhr, 10,-/8,-/6,-
Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg