17.05.2012
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dienstag | 16. september 2008 | 20.00 uhr

kleine chinesische literaturtage hamburg

„Liebe und Subjektivität im Fokus der aktuellen chinesischsprachigen Literatur”
Mo Yan liest aus seinem neuen Roman „Der Überdruss“ und spricht mit dem Literatur- und Filmkritiker Ma Kafai
Einführung: Susanne Hornfeck
Übersetzung: Martina Hasse
Stephan Benson liest den deutschen Text

Mo Yans jüngster Roman „Der Überdruss” erscheint Anfang 2009 bei Horlemann und erhielt Ende Juli 2008 den höchst dotierten Literaturpreis für chinesischsprachige Literatur. Wir freuen uns, dass der große Romancier Chinas im Rahmen des Hamburger Festivals „China Time” aus seinem Roman „Der Überdruss” lesen und dem Publikum zum Gespräch mit dem Literatur- und Filmkritiker und Hongkonger Autor Ma Ka Fai (City University H.K. Chinese Civilisation Center) zur Verfügung stehen wird.

Mo Yan wurde 1987 mit seinem Roman „Das rote Kornfeld” weltberühmt und erhielt zahlreiche internationale Preise, beispielsweise 2000 Le Prix Laure Bataillon, 2003 Preis der Nanfang Daily, 2004 Chevalier des Arts et des Lettres, 2005 den 30. Literaturpreis Premino Nonino in Italien. Der japanische Nobelpreisträger Kenzaburô Ôe sagte: „If I were to choose a Nobel laureate, it would be Mo Yan.“ Mo Yans Romane sind bekannt für ihre ehrliche Gesellschaftskritik, ihre Komik und die magischen Elemente. Vorbilder sind Faulkner, Marquez, prägend war für ihn auch Siegfried Lenz. Wang Der-Wei äußert sich zur Preisverleihung für „Der Überdruss": „... der Roman sei wie eine Geschichte des Wandels der chinesischen Gesellschaft über die letzten 50 Jahre chinesischer Geschichte von 1949 bis zum Jahre 2005 zu lesen. Er sei mit Leichtigkeit, Elan und sprühender Phantasie geschrieben und bester Mo Yan, so wie wir ihn schätzen ...“ Mo Yan äußert: „Dieser Roman ist mein Bester.“
 
Der 1000 Seiten starke Roman ist eine breit angelegte Familiensaga, die auf dem Gut Ximen in Shandong spielt. Der Gutsbesitzer Ximen Laut wird nach der kommunistischen Machtergreifung brutal ermordet und alles beginnt, als er sich in der Hölle wiederfindet. Wir erleben ihn in sechs Wiedergeburten als Esel, Stier, Schwein, Hund, Affen und Kind auf seinem Grund und Boden im Kreise der Großfamilie. Den Roman durchzieht eine kompromisslose, wahnhafte Liebesgeschichte zwischen dem verheirateten Sohn ,Blau Gesichts', dem dritten Protagonisten ,Blau Befreiung' und seiner Geliebten ,Frühlingssämling', die schließlich seine Ehefrau wird, dann aber tragisch stirbt ...

Mit „China Time” präsentiert Hamburg zum zweiten Mal seine Beziehungen zum Reich der Mitte. Ein vielfältiges Programm bringt vom 12. bis 27. September fernöstliche Atmosphäre in die Stadt. Programm unter www.chinatimehamburg.de.

Karten gibt es ab 1. August an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus.

Initiiert und gefördert von der Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg und gefördert von der Robert Bosch Stiftung

Eintritt: 10,-/8,-/6,-
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Ort: Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg

 
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