04.03.2010
premiere von „le bal” an der hamburgischen staatsoper
Gemeinsam mit der Hamburgischen Staatsoper veranstaltet das Literaturhaus am 15. März einen Abend zu Leben und Werk der Schriftstellerin Irène Nemirovsky.
Im August 1942 starb Irène Némirovsky im Konzentrationslager Auschwitz, neununddreißigjährig. 1919 war sie, die in Kiew geboren wurde, im Zuge der Russischen Revolution mit ihrer Familie nach Paris gekommen, wo ihr Vater als Bankier zu Reichtum kam. Irène Némirovsky studierte Literaturwissenschaft und sorgte gleich mit ihrer ersten Prosaveröffentlichung, dem 1929 erschienenen Roman „David Golder”, für Furore. Es folgten eine Reihe weiterer Romane. Wiederentdeckt wurde sie, als sich in ihrem Nachlass der 2004 erstmals publizierte und mit dem Prix Renaudot ausgezeichnete Roman „Suite française” fand. Ein Jahr später erschien das Buch auf Deutsch im Knaus Verlag, der sich seitdem engagiert um das Werk Irène Némirovskys kümmert.
Ebenfalls 2005 erschien im Zsolnay Verlag die Übersetzung ihrer 1930 erschienenen Novelle „Der Ball”, einer bösen Mutter-Tochter-Farce aus dem Paris der Zwanzigerjahre. Der argentinische Komponist Oscar Strasnoy hat diese Erzählung seiner Oper „Der Ball” zugrunde gelegt, deren Uraufführung am 7. März innerhalb der „Trilogie der Frauen ” in der Hamburgischen Staatsoper zu erleben sein wird (Libretto und Inszenierung: Matthew Jocelyn; musikalische Leitung: Simone Young).
Lesen Sie hier mehr über die „Trilogie der Frauen”!