17.02.2010
das 100. philosophische café
Zwar sind die meisten Philosophen gefährdet, ihre Theorie für die einzig nennenswerte zu halten, das ist gewissermaßen ihre Berufskrankheit, aber nach 100 Abenden im Philosophischen Café ist die wichtigste Erfahrung, dass keiner von ihnen so denkt wie ein anderer. Jeder ist wie ein besonders geschliffenes Prisma, durch das die Weltstrahlen anders gebrochen werden. Die Spannung zwischen dieser Pluralität der Menschen und der Suche nach Wahrheit, zuweilen auch im Singular, gehörte zu den Reizen des Philosophischen Cafés. Wenn dann die Besucher das Haus am Schwanenwik mit neuen Ideen, alten Gewissheiten und zuweilen auch mit Irritationen verlassen und dabei selbst immer mehr zu „Primzahlenmenschen” (Herder) werden, teilbar nur durch sich und durch eins, dann ist es gut so.
Zum 100. Philosophischen Café wird Gastgeber und Moderator Reinhard Kahl selbst der Gast sein. Seine Position als Mäeutiker nehmen diesmal die ZEIT-Redakteurin Elisabeth von Thadden und der Hirnforscher Gerald Hüther ein. Im Dreieck zwischen ihnen wird sich das Gespräch als ein Ereignis entwickeln, das es nur einmal gegeben haben wird, zu diesem einen vergänglichen und schönen Moment
Lesen Sie hier, wer bereits Gast im Philosophischen Café war!